Toshiba mit starkem Gewinnplus im dritten Quartal
Alle Bereiche von der Halbleiter- bis zur PC-Sparte konnten laut Toshiba zu gestiegenen Umsätzen und Gewinnen beitragen, lediglich bei Haushaltsgeräten entstand ein operativer Verlust.
Der japanische Elektronikkonzern Toshiba hat in seinem dritten Geschäftsquartal einen massiven Gewinnanstieg verzeichnet. In den drei Monaten bis Ende Dezember ist der Überschuss im Jahresvergleich um mehr als das 13-fache von 1,6 Milliarden Yen auf 21,9 Milliarden Yen (154,33 Millionen Euro) gestiegen, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Beim operativen Gewinn hat Toshiba von zuvor 900 Millionen Yen auf 63,7 Milliarden Yen (449 Millionen Euro) zugelegt, hieß es weiter.
Bei den Umsätzen verzeichnete der Konzern im dritten Quartal einen Anstieg um 16 Prozent auf 1,58 Billionen Yen (11,2 Milliarden Euro). Vor dem Hintergrund des starken Gewinnanstiegs im dritten Quartal erhöhte Toshiba die Prognose für das im März endende Geschäftsjahr. Demnach erwartet der Konzern nunmehr einen Nettogewinn von 65 Milliarden Yen; zuvor lag die Prognose bei 55 Milliarden Yen. Der operative Gewinn soll bei 210 Milliarden Yen statt bei 170 Milliarden Yen liegen und der Umsatz bei 6,3 Billionen Yen statt bei 6,0 Billionen Yen.
Der Bereich "Digital Products" (unter anderem Handys, Festplatten und PCs) steigerte in den ersten neun Monaten von Toshibas Geschäftsjahr den Umsatz um 11 Prozent und den operativen Gewinn um 21,5 Prozent. Die Handy-Verkäufe seien weiterhin gut gelaufen; und die PC-Sparte habe wieder zugelegt und Gewinn verbuchen können, da die Maßnahmen zur Kostenreduzierung sinkende Preise ausgeglichen hätten, erklärte der Konzern. Im Bereich "Electronic Devices" stieg der Umsatz um 4 Prozent und der Gewinn um 6,7 Prozent; Toshiba spricht von starken Umsätzen bei Halbleitern und Profitabilität bei den LCDs, auch wenn der operative Gewinn hier zurückgegangen sei. Die Sparte "Social Infrastructure" (unter anderem Medizin- und Energietechnik) legte beim Umsatz um 10 Prozent und beim operativen Gewinn um 33,6 Prozent zu, während der Bereich "Home Appliances" (beispielsweise Lichttechnik und Haushaltsgeräte wie Waschmaschinen) bei einem Umsatzzuwachs um 4 Prozent einen operativen Verlust einfuhr. (jk)