Microsoft erweitert sein Techniklizenzierungsprogramm
In dem Programm "IP Ventures" lizenzierte Microsoft seine technischen Entwicklungen bisher nur an Unternehmen. Nun sollen auch Regierungen und öffentliche Einrichtungen Zugang bekommen.
Microsoft will sein Programm "IP Ventures", in dem es anderen Organisationen interne technische Entwicklungen zur Verfügung stellt, auf Regierungen und öffentliche Einrichtungen erweitern. Das hat der Konzern heute im Rahmen des Government Leaders Forum in Lissabon bekannt gegeben. Bisher hatte Microsoft die Früchte seiner Laborarbeit nur an Unternehmen lizenziert und im Gegenzug Lizenzgebühren verlangt, sich am gesamten Unternehmen beteiligt oder einen Teil des Gewinns ausschütten lassen. Nun wollen es die Redmonder beispielsweise Gemeinden und öffentlichen Organisationen ermöglichen, zusammen mit örtlichen Startups mittels der von Microsoft lizenzierten Technik neue Geschäftsbereiche aufzubauen. Erste Kooperationspartner seien Enterprise Ireland und der Finnish National Fund for Research and Development.
Auf der Liste der für die Lizenzierung verfügbaren Technikbereiche stehen unter anderem "Biometric ID", Verschlüsselung, Gesichtserkennung, Fernsehtechnik, interaktive Displays, Video-Wasserzeichen und Wireless Roaming. Microsoft-Chefanwalt Brad Smith beschreibt sein Unternehmen als eine "Intellectual Property Company". Durch die Erweiterung des Programms "IP Ventures" auf Regierungen und Behörden wolle Microsoft dazu beitragen, dass mehr Technologien schneller auf den Markt kommen und die örtliche Wirtschaft beleben können. In dem Programm verwertet Microsoft nach eigenen Angaben die Ergebnisse von 700 Software-Ingenieure, die das Unternehmen in sechs Laboratorien weltweit beschäftigt. (anw)