Devoteam richtet Geschäftsmodell neu aus

Das international agierende IT-Beratungsunternehmen Devoteam hat im ersten Halbjahr 2012 Verluste eingefahren. Eine eingeleitete Restrukturierung soll das Unternehmen aber aus den roten Zahlen fĂĽhren.

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Robert Höwelkröger

Stanislas und Godefroy de Bentzmann, Co-CEOs Devoteam

(Bild: Devoteam)

Der französische IT-Dienstleister Devoteam hat im ersten Halbjahr 2012 262,3 Millionen Euro umgesetzt und liegt damit 2,3 Prozent unter dem Erlös des Vorjahres (268,5 Millionen Euro). Die operative Marge betrug in den ersten sechs Monaten 2012 7,2 Millionen Euro bzw. 2,7 Prozent des Umsatzes und hat sich damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahezu halbiert.

Nach einem Nettogewinn von 6,9 Millionen Euro in der ersten Jahreshälfte 2011 rutschte Devoteam nun in die roten Zahlen: Ein Nettoverlust von 2,4 Millionen Euro steht für die ersten 6 Monate zu Buche. Außerordentliche Aufwendungen von 8,7 Millionen Euro für die laufende Restrukturierung belasten das Ergebnis. Zudem reduzierte Devoteam Kapazitäten, um sich der Marktsituation anzupassen – darunter R&D-Bereiche in Belgien.

Der Transformations-Plan "Eagle" soll Devoteam wieder auf die Erfolgsspur bringen. Ziel bis zum Jahr 2015: Eine 2-stellige Wachstumsrate und eine operative Marge von 10 Prozent. Mit der Transformation gehen auch Veränderungen in der Unternehmensführung einher. Die Beratungsfirma bildete fünf länderübergreifende Regionen, in denen das Transformations-Programm umgesetzt wird. Als Grundlage für die Regionsbildung dienten Umsatzgröße, Synergien beim Leistungsangebot, geographische Lage und Sprache. In jeder Region übernahm ein Executive Vice President die Geschäftsführung, der gleichzeitig Mitglied des Executive Committee um die beiden Co-CEOs Stanislas und Godefroy de Bentzmann ist.

Ausblick bis Jahresende

Devoteam rechnet bis Ende des Jahres mit einem Gesamtumsatz zwischen 515 und 520 Millionen Euro und einer operativen Marge von rund 4 Prozent des Umsatzes. Nach eigenen Angaben verzeichnet die Transformation des Geschäftsmodells erste Erfolge. Insbesondere der Abschluss einiger maßgeblicher Kundenverträge bestätige die Repositionierung des Service Offering Portfolios, vor allem mit den Kernangeboten Cloud Computing, IT Service Management und Telecom Network Optimization. Zudem gewann das Unternehmen mit Hilfe von ServiceNow, einem SaaS-Anbieter für IT Service Management, neue Kunden in Skandinavien. Neu kam auf dem deutschen Markt auch Nokia Siemens Networks als Kunde im Bereich Network Optimization Service Center hinzu. (roh)