Google, Facebook, Amazon & Co. gründen US-Lobbyverband
Eine ganze Reihe großer Internetunternehmen hat die Internet Association als eigenen Lobbyverband gegründet. Er soll in der US-Hauptstadt die Interessen des Internets und seiner Nutzer vertreten.
Mehrere Internetkonzerne, darunter Google, Facebook, Amazon und eBay haben mit der sogenannten Internet Association eine eigene Lobbygruppe in der US-Hauptstadt gegründet. Die Pläne dazu waren bereits im Juli bekannt geworden und wurden zum heutigen Mittwoch in die Tat umgesetzt, begleitet von einem kurzen Werbevideo. Die Organisation will sich in der Politik, im Justizsystem und bei der Presse für Schutz und Stärkung des freien Internets einsetzen. Zu ihrer Gründung gehören der Internet Association daneben AOL, Ebay, Expedia, IAC, Linkedin, Monster, Rackspace, Salesforce, Tripadvisor, Yahoo und Zynga an.
(Bild: Screenshot)
Zentrales Anliegen der Internet Association ist, die "Freiheit des Internets" zu bewahren. Informationen müssten ungehindert fließen können und deren Übermittler dürften nicht für den Inhalt verantwortlich gemacht werden. Weiterhin soll Innovation und wirtschaftliches Wachstum gefördert werden, vor allem, indem Regulierungen verhindert werden, die mit der Entwicklung regelmäßig nicht Schritt halten. Zu guter Letzt sollen die Nutzer gestärkt werden, damit sie die Innovationen so gut wie möglich nutzen können.
Seine Organisation soll der Tatsache Rechnung tragen, dass das Internet nicht mehr nur das Silicon Valley ist, sondern Teil der breiten Gesellschaft sei, erklärte der Präsident Michael Beckmann. Sie wolle sicherstellen, dass das Internet in Washington immer eine Stimme habe und mit am Tisch sitze. Damit bezieht er sich auch auf den breiten Widerstand gegen die umstrittenen Gesetzesvorhaben SOPA und PIPA Anfang des Jahres. Bereits im Juli war als eine Reaktion darauf die Internet Defense League mit ähnlicher Zielstellung wie die Internet Association von Bürgerrechtlern und eher kleinen Unternehmen gegründet worden. (mho)