Gartner: Smartphones beliebter als PDAs
Im ersten Halbjahr 2006 gingen nach einer Erhebung der Marktforscher 42 Millionen Smartphones und PDAs über die Ladentische, das sind 57 Prozent mehr als im Vorjahr.
Im ersten Halbjahr 2006 ist der weltweite Absatz von Smartphones und PDAs nach einer Erhebung der Marktforscher von Gartner im Vergleich zum Vorjahr um 57 Prozent auf 42,1 Millionen Stück gewachsen. Dabei hat der Anteil der Smartphones deutlich auf 34,7 Millionen Stück zugenommen, während nur 7,4 Millionen PDAs über die Ladentische gingen. Für das laufende Jahr erwartet Gartner bei Smartphones ein Wachstum von 66 Prozent. Bis Ende Dezember sollen dann 81 Millionen Geräte verkauft worden sein. Der PDA-Markt soll dagegen nur um 6,3 Prozent auf 16 Millionen Stück wachsen.
Treibende Kraft sind die Smartphones. Allein in Japan wurde ein Drittel aller Geräte weltweit verkauft. Damit haben die Japaner den bisherigen Spitzenreiter Europa/Mittlerer Osten überholt, hier wurden 30 Prozent der weltweit verkauften Smartphones an den Kunden gebracht. Die Nachfrage nach PDAs lasse insgesamt nach, erklärte Gartner-Analystin Roberta Cozza. Nur in den USA würden noch mehr PDAs als Smartphones verkauft, der Anteil der Amerikaner am weltweiten Absatz liegt Gartner zufolge bei 45 Prozent.
Insgesamt kamen im ersten Halbjahr 42 Prozent aller verkauften Geräte aus Nokia-Fabriken, auch die Konkurrenten Motorola (5,3 Prozent) und Research in Motion (6,5 Prozent) konnten zulegen, kommen aber nur auf einstellige Werte. Palm hat bei den PDAs Federn lassen müssen und kommt auf einen Gesamtmarktanteil von 5 Prozent. RIM konnte bei den PDAs seine Marktführerschaft gegenüber Palm verteidigen. (vbr)