OpenOffice-Abkömmling mit verbesserter Mac-OS-X-Unterstützung

Im Unterschied zur offiziellen OpenOffice-Portierung auf den Mac benötigt das freie Office-Paket NeoOffice 1.2 kein installiertes X11-System und ist besser an die Aqua-Oberfläche angepasst.

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Das so genannte "Neolithic Office", im allgemein eher als NeoOffice bekannt, ist in Version 1.2 freigeben worden. Im Unterschied zur offiziellen OpenOffice-Portierung auf den Mac benötigt NeoOffice kein installiertes X11-System und ist besser an die Aqua-Oberfläche angepasst. Dies erreicht das von OpenOffice unabhängige Projekt durch eine Kombination aus Cocoa und Java, um Standardmenüs, Dialoge und weitere Funktionen der Mac-Oberfläche nutzen zu können.

Das Büropaket NeoOffice 1.2 beruht auf dem Quelltext des nicht mehr taufrischen OpenOffice 1.1.5, das unter anderem das von OpenOffice 2.0 benutzte Dokumentformat OpenDocument (ODF) lesen, aber nicht schreiben kann. Anders als die offizielle OpenOffice-Portierung verwendet NeoOffice alle unter Mac OS X installierten Schriften und unterstützt unter anderem die systemweite Zwischenablage sowie Drag & Drop, sodass sich Texte und Grafiken mit anderen Mac-OS-X-Anwendungen direkt austauschen lassen.

NeoOffice 1.2 erfordert ein System mit Mac OS X 10.3 oder höher, läuft aber noch nicht auf Apples neuen Rechnern mit Intel-Prozessoren. Das Projekt plant, im Sommer eine Alpha-Version für Intel-Macs veröffentlichen zu können.

Das offizielle OpenOffice-Mac-Projekt hat unterdessen eine Alpha-Version des Büropakets für Apples Rechner mit Intel-Prozessoren herausgegeben, die auf der aktuellen Version 2.0.1 beruht. Sie erfordert allerdings wie die Vorläufer ein installiertes X11 und wirkt daher auf der schicken Mac-Oberfläche wie ein Fremdkörper. ()