Swisscom muss erneut Millionen zurĂĽckzahlen

Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) hat die Preise der Swisscom Fixnet AG für die Zusammenschaltung und Vermittlung von Telefonanrufen auf ihrem Festnetz wegen zu hoher Forderungen nachträglich um 15 bis 20 Prozent gesenkt.

vorlesen Druckansicht 24 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Peter-Michael Ziegler

Der Ex-Monopolist im Schweizer Telekommunikationsmarkt, die Swisscom Fixnet AG, muss wegen zu hoher Forderungen für die Nutzung der eigenen Netzinfrastruktur erneut Millionen an Wettbewerber zurückzahlen. Die Eidgenössische Kommunikationskommission (ComCom) senkte am heutigen Montag die Preise der Swisscom für die Zusammenschaltung und Vermittlung von Telefonanrufen auf ihrem Festnetz nachträglich um 15 bis 20 Prozent.

Man sei zu dem Schluss gekommen, dass die Swisscom Fixnet AG von ihren Vertragspartnern Colt Telecom AG und Verizon Switzerland AG in den Jahren 2004 bis 2006 zu hohe Preise für verschiedene Interkonnektionsdienste verlangt habe, teilte die Behörde in Bern mit. Die Firmen, die die ComCom bereits im Jahr 2004 wegen der Festlegung von Interkonnektionsbedingungen angerufen hatten, könnten nun von der Swisscom eine Rückzahlung des zuviel Bezahlten verlangen.

Bereits in frĂĽheren Entscheiden fĂĽr die Jahre 2000 bis 2003 hatte die ComCom die Interkonnektionspreise der Swisscom um rund 30 Prozent gesenkt. Auch bei der jetzigen ĂśberprĂĽfung sei festgestellt worden, "dass die Preise nicht durchweg den gesetzlichen Vorschriften entsprechen", so die ComCom. So dĂĽrften etwa den Konkurrenten von Swisscom nur jene relevanten Kosten verrechnet werden, die von den beanspruchten Interkonnektionsdiensten direkt verursacht werden. (pmz)