Crowd-Funding-Plattform Kickstarter will besser über Risiken aufklären
Die Initiatoren sollen Unterstützern künftig genauer darlegen, in welchem Status sich ihre Projekte befinden und welche Schwierigkeiten sie noch zu überwinden haben.
Die US-amerikanische Crowd-Funding-Plattform Kickstarter erfreut sich seit einigen Monaten wachsender Beliebtheit und konnte für einzelne Projekte bereits Millionenbeträge einsammeln. Doch offenbar wächst unter den Betreibern der Plattform die Sorge, Projekte könnten sich als Luftnummern erweisen und die Unterstützer um ihre Gelder prellen. Deshalb haben die Macher ihre Geschäftsbedingungen erweitert: "Kickstarter is not a Store", stellen sie fest und schreiben den Initiatoren vor, "Risiken und Herausforderungen" denen ihre Projekte gegenüberstehen, genauer zu beschreiben und darzustellen, was sie qualitfiziert, diese lösen zu können. Wer Gelder für eine Hardware einsammeln will, muss künftig Bilder und Videos eines funktionierenden Prototypen vorweisen, aus denen der Status des Projekts deutlich wird. Gerenderte Fotos und Filmchen genügen nun nicht mehr.
Kickstarter wählt die Crowd-Funding-Projekte zwar aus, übernimmt selbst aber keinerlei Verantwortung, dass diese die versprochenen Ziele auch tatsächlich erreichen. Wenn Spender die versprochenen Gegenleistungen nicht erhalten, müssen sie sich direkt an die Projekt-Initiatoren wenden und diese eventuell gerichtlich einklagen. Allerdings dürfen nur US-Bürger mit gültiger Sozialversicherungsnummer Projekte bei Kickstarter einreichen. Die Erfolgsaussichten, sie von Deutschland aus für Gewährleistungen zur Rechenschaft zu ziehen, dürften meistens gering sein. (hag)