Telekom Austria streicht Dividende zusammen

Bereits im Dezember 2011 und jetzt wieder fĂĽhrte die Telekom Austria als Grund fĂĽr DividendenkĂĽrzungen die Kontrolle des Schuldenstandes sowie die bevorstehende Versteigerung von Frequenznutzungsrechten in Ă–sterreich als GrĂĽnde an.

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Die Telekom Austria Group (TA) kann auch die halbe Dividende nicht finanzieren. Die Aktionäre des lange für seine hohen Ausschüttungen bekannten Konzerns sollen 2012 und 2013 nur jeweils fünf Cent je Aktie erhalten.

Im Dezember 2011 war die Dividende fĂĽr 2011 und 2012 von 76 auf 38 Cent halbiert worden. Damals versprach die TA, ab 2013 55 Prozent des Free Cashflow ihren EigentĂĽmern zu Gute kommen zu lassen. Stattdessen teilte das Unternehmen mit, 2012 sowie 2013 nur fĂĽnf Cent je Aktie zahlen zu wollen.

Damals wie jetzt wurden die Kontrolle des Schuldenstandes sowie die bevorstehende Versteigerung von Frequenznutzungsrechten in Ă–sterreich als GrĂĽnde angefĂĽhrt. Ebenfalls nicht neu ist die AnkĂĽndigung von MaĂźnahmen zur Verbesserung des operativen Ergebnisses. Durch Umstrukturierungen und SparmaĂźnahmen soll die Effizienz gesteigert werden. Der TA-Kurs fiel am Montag um 3,84 Prozent auf 6,14 Euro und lag damit nur mehr sechs Cent ĂĽber dem 52-Wochen-Tief.

Die aktuelle Kürzung um 33 Cent je Anteilsschein und Jahr spart der TA für 2012 und 2013 zusammen mehr als 292 Millionen Euro. Die Republik Österreich als größter Aktionär verliert dadurch gut 83 Millionen Euro. Das zweitgrößte Aktienpaket steht unter dem Einfluss des Mexikaners Carlos Slim Helu, der als reichster Mann der Welt gilt. Er wird mit rund 67 Millionen Euro weniger auskommen müssen. (jk)