Nintendo DS beschert US-Spielebranche Rekord-Umsätze
Im September sind die Umsätze mit Video- und Computerspielen in den USA um 38 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen.
Die US-Branche der Video- und Computerspielhersteller in den USA kann frohlocken. Laut einem Bericht der NPD Group kletterten die Umsätze im September 2006 um 38 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum im Vorjahr. Die monatlichen Umsätze mit Hard- und Software stiegen von 563 auf 777 Millionen US-Dollar.
Wichtigster Erfolgsgarant war Nintendos Klapp-Konsole DS. Softwareverkäufe haben unter Mithilfe von "Brain Age" (Dr. Kawashimas Gehirn-Jogging) und "New Super Mario Bros." gegenüber dem Vorjahr um 194 Prozent zugelegt, von der Taschenkonsole wurden 143 Prozent mehr Einheiten verkauft. Nintendo erwartet, im Jahr 2006 weltweit 20 Millionen DS-Geräte und 82 Millionen DS-Spiele abzusetzen.
Sonys Konkurrenzmodell Playstation Portable konnte derweil um 31 Prozent bei den Software-Verkäufen zulegen, die Zahl der verkauften PS2-Spiele stieg um 12 Prozent an.
Microsoft verkaufte im September 250.000 Einheiten seiner Xbox-360-Konsole. Die installierte Basis liegt in den USA derzeit bei 2,7 Millionen Geräten. Deutlich eingebrochen sind hingegen der Nintendo Gamecube (minus 25 Prozent) und die Xbox (minus 54 Prozent).
Bei den Spielen ließen vor allem "Madden NFL 2007" von Electronic Arts, "Saints Row" von THQ und "Lego Star Wars 2" von Lucas Arts die Kassen klingeln. Dank "Saints Row" konnte THQ seine Umsätze um 106 Prozent steigern. Der umstrittene Grand-Theft-Auto-Clone verkaufte im Monat September 455.000 Kopien und bescherte dem Unternehmen einen Umsatz von über 27 Millionen US-Dollar.
Das große Weihnachtsgeschäft steht den Publishern derweil noch bevor. Mitte November veröffentlichen Sony und Nintendo ihre neuen Spielkonsolen Playstation 3 und Wii in den USA. Analysten gehen davon aus, dass die Nachfrage nach den neuen Modellen das Angebot übersteigen und sich der positive Umsatztrend weiter fortsetzen wird. (hag)