Samsung Electronics steigert Gewinn
Der südkoreanische Elektronikkonzern profitierte von steigender Nachfrage nach Speicherchips und höheren Margen im Handygeschäft.
Der südkoreanische Elektronikkonzern Samsung Electronics hat im dritten Quartal 2006 dank steigender Nachfrage nach Speicherchips und höherer Margen im Handygeschäft wieder deutlich mehr verdient. Im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum ist der Überschuss um 16,1 Prozent auf 2,19 Billionen Won (etwa 1,8 Milliarden Euro) gestiegen, teilte der weltweit größte Hersteller von Speicherchips mit. Verglichen mit dem zweiten Quartal stieg der Gewinn um 45 Prozent. Der Umsatz stieg von 14,5 Billionen Won (12,12 Milliarden Euro) im vergangenen Jahr auf 15,2 Billionen Won (12,71 Milliarden Euro).
"Wir erwarten einen starken Rückenwind für unsere Kerngeschäfte im vierten Quartal, einer saisonal starken Periode", hieß es laut dpa. Samsungs geplante Investition von zusätzlich einer Billion Won (836 Millionen Euro) zum Ausbau des Speicherchipgeschäfts ließen auch im nächsten Jahr neue Wachstumschancen erwarten.
Beim Halbleitergeschäft stieg der Umsatz den Angaben zufolge im dritten Vierteljahr im Vorjahresvergleich um elf Prozent auf knapp 4,9 Billionen Won (4,1 Milliarden Euro), der operative Gewinn lag bei 1,27 Billionen Won (1,06 Milliarden Euro). Insbesondere im Bereich der Speicherkomponenten habe Samsung von einer weltweiten Angebotsknappheit von DRAM-Computerchips profitiert. Die Preise für die Chips seien als Folge der Knappheit gestiegen. Mit 30,7 Millionen Stück (ein Plus von 11,1 Prozent) verkaufte Samsung nach eigenen Angaben im dritten Quartal 2006 so viele Handys wie nie zuvor in einem Vierteljahr. Für den Aufschwung sorgte dabei vor allem die Einführung neuer ultradünner Modelle. Samsung ist der drittgrößte Hersteller von Mobiltelefonen. Insgesamt verdiente Samsung im Telekommunikationsgeschäft 520 Milliarden Won (434 Millionen Euro) bei einem Umsatz von 4,71 Billionen Won (3,9 Milliarden Euro).
Im Geschäft mit Flüssigkristall-Modulen (LCD) verbuchte Samsung einen Umsatz von drei Billionen Won (2,5 Milliarden Euro), ein Plus von zwölf Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der operative Gewinn lag bei 160 Milliarden Won (133 Millionen Euro). Vor allem die Nachfrage nach großen LCD-Flachbildschirmen von 40 Zoll und größer sei nach wie vor stark, hieß es. Samsung ist zusammen mit dem südkoreanisch-niederländischen Unternehmen LG.Philips LCD der größte Hersteller von Flüssigkristalldisplays (LCD). (jk)