Sun-Aktie soll attraktiver werden

Falls die Aktionäre auf ihrer Hauptversammlung im November zustimmen, werden vier bisherige gegen eine Sun-Aktie getauscht. Die Anteilsscheine sollen dadurch für Investoren attraktiver werden.

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Sun Microsystems will auf seiner Hauptversammlung am 8. November den Aktionären einen so genannten umgekehrten Aktiensplit schmackhaft machen. Falls der Plan Zustimmung findet, sollen vier bisherige Sun-Aktien gegen eine getauscht werden, geht aus einer Eingabe bei der US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission hervor. Der Aktientausch werde die Marktkapitalisierung von Sun nicht beeinflussen, das heißt also, die künftige Aktie werde ungefähr den vierfachen Wert der bisherigen haben. Momentan wird die Sun-Aktie in New York bei 5 US-Dollar gehandelt.

Durch den umgekehrten Aktiensplit verspricht sich Sun einen attraktiveren Preis für sein Wertpapier. Es gebe für einige institutionelle Investoren Richtlinien, die sie auf dem gegenwärtigen Preisniveau daran hinderten, Sun-Aktien zu erwerben. Auch würden die Anteilsscheine durch den Tausch auf ein Niveau mit dem Aktienwert anderer wichtiger Unternehmen gehoben, erläutert Sun in der Eingabe. Angesichts der oft üblichen Berechnung von Transaktionskosten auf Basis der Menge der veräußerten Aktien würden sich diese verringern.

In der vierteljährlichen Bilanzierung werde die Angabe des Gewinns je Aktie transparenter, argumentiert Sun weiter. Bei 3,5 Milliarden ausstehenden Aktien drückte sich ein Gewinn von 35 Millionen US-Dollar als 0,01 US-Dollar aus, ab 17,5 Millionen abwärts würden nur noch 0 US-Dollar je Aktie ausgewiesen. Künftig werde also die Gewinnsumme, ab der ein Gewinn je Aktie sichtbar wird, herabgesetzt. In einer vorläufigen Eingabe zur Jahreshauptversammlung weist Sun auch auf Risiken des umgekehrten Aktiensplits hin wie zum Beispiel eine abnehmende Liquidität, die zu einem geringeren Handelsvolumen führen könne. (anw)