Russische Trägerrakete mit TV-Satellit abgestürzt

Die Proton-M-Rakete stürzte in der Nacht zum Donnerstag nach einer Fehlfunktion in der zweiten Stufe ab. Verloren wurde auch ein Kommunikationssatellit der japanischen JSAT Corporation.

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Von
  • Peter-Michael Ziegler

Die Proton-M-Trägerrakete vor dem Start in Baikonur. [Bild: Khrunichev]

Eine russische Proton-M-Trägerrakete mit einem japanischen Kommunikationssatelliten an Bord ist in der Nacht zum Donnerstag kurz nach dem Start in Kasachstan abgestürzt. Dies bestätigte ein Sprecher der russischen Weltraumbehörde Roskosmos heute. Die amerikanisch-russische Betreibergesellschaft International Launch Services (ILS) sollte den Satelliten für die japanische Telekommunikationsfirma JSAT Corporation ins All befördern.

Eine Fehlfunktion in der zweiten Stufe der Rakete habe 139 Sekunden nach dem Start in Baikonur zum Absturz geführt, erklärte der Roskosmos-Sprecher. Bis zur Klärung der genauen Absturzursache würden alle Starts mit Proton-M-Raketen in Baikonur ausgesetzt. Der von Lockheed Martin gebaute JCSAT-11-Satellit war für TV-Übertragungen und kommerzielle Tk-Dienste im asiatisch-pazifischen Raum vorgesehen. Die Proton-M-Trägerrakete wird von dem russischen Unternehmen Khrunichev hergestellt. (pmz)