Roboterleistungsschau Elrob: Ja, wo laufen sie denn?

Autonome und ferngesteuerte Roboter zeigten im schweizerischen Thun ihr Können. Die nun veröffentlichten Ergebnisse sind allerdings ernüchternd, was die Einsatzreife der Systeme angeht.

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Von
  • Hans-Arthur Marsiske

Der von der schweizerischen RUAG AG für militärische wie zivile Einsatzzwecke gebaute Roboter ARTOR musste laut Elrob-Ergebnisliste seine Einsätze in vier Wettbewerben vorzeitig abbrechen. Auch bei anderen Systemen ist vielfach von "abort" zu lesen.

(Bild: RUAG AG)

Bei der Roboterleistungsschau Elrob, die vor zehn Tagen im schweizerischen Thun zu Ende ging, gab es auch dieses Mal keine offiziellen Gewinner. Das hindert aber einzelne Teams nicht daran, sich gegebenenfalls selbst zum Sieger zu erklären, zumindest in einzelnen Disziplinen, und entsprechende Pressemitteilungen zu verschicken. Solches Eigenlob lässt sich jetzt aber überprüfen, denn die Elrob-Organisatoren haben die Ergebnisse der letzten Veranstaltung im Internet veröffentlicht.

Die nüchterne Tabelle relativiert manche Fahrt von Robotern, die aus der Zuschauerperspektive zunächst recht flott gewirkt haben mag. So ist vielfach von Versuchsabbrüchen, verspäteter Datenübermittlung, "missed Waypoints" und "severe system damage" zu lesen. Sie unterstreicht damit den generellen Eindruck, den die Veranstaltung hinterlassen hat: Von der Einsatzreife für Transport- und Aufklärungsaufgaben für militärische wie auch zivile Zwecke sind sowohl ferngesteuerte wie autonome Bodenroboter derzeit noch ein gutes Stück entfernt. (hag)