Sagem startet größtes Biometrie-Projekt Lateinamerikas
Die französische Sagem Défense Sécurité stattet Kolumbien mit biometrisch gesicherten Personalausweisen aus. Unternehmensangaben zufolge handelt es sich um das bislang größte Biometrie-Projekt Lateinamerikas.
Die zur Safran-Gruppe gehörende französische Sagem Défense Sécurité stattet Kolumbien mit biometrisch gesicherten Personalausweisen aus. Unternehmensangaben zufolge handelt es sich dabei um das bislang größte Biometrie-Projekt Lateinamerikas. Sagem, das zuletzt den Paderborner Chipkartenexperten ORGA Kartensysteme übernommen hatte, ist bereits seit 1997 in Kolumbien aktiv und hatte dort ein Automatisches Fingerabdruck-System (AFIS) mit einer Kapazität von bislang zehn Millionen Datensätzen aufgebaut. Ein ähnliches AFIS von Sagem ist im Übrigen auch beim deutschen Bundeskriminalamt (BKA) im Einsatz.
Einer Pressemitteilung von Sagem zufolge sollen im kolumbianischen AFIS künftig die Fingerabdrücke sämtlicher Bürger im Land hinterlegt werden. Die Kapazität des AFIS erweitere man deshalb auf 45 Millionen Datensätze, die 33 Millionen Bürger im Land würden mit Hilfe von mobilen Erfassungsgeräten registriert. Außerdem würden 30 Millionen Datensätze digitalisiert. Sobald das AFIS und das Produktionssystem für die Personalausweise entsprechend modifiziert seien, werde Sagem Défense Sécurité 33 Millionen zusätzliche biometrische Personalausweise produzieren, die bis 2009 an alle Bürger über vierzehn Jahren ausgegeben werden sollen. (pmz)