LG leidet unter Verlusten der LCD-Sparte

Der südkoreanische Elektronikkonzern muss im dritten Quartal 2006 einen Nettogewinneinbruch von 86 Prozent hinnehmen. Die Verluste stammen überwiegend aus der gemeinsamen LCD-Produktion mit Philips.

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Mit Flachbildfernsehern und Displays konnte LG Electronics im dritten Quartal 2006 ein deutliches Umsatzplus von 29 Prozent erzielen. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum haben sich die Absatzzahlen der Geräte mehr als verdoppelt, meldet der südkoreanische Elektronikkonzern. Weltweit erzielte LG einen Gesamtumsatz von 8,87 Billionen Won (rund 7,54 Milliarden Euro) – gut ein Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2005.

Der positiven Geschäftsentwicklung bei den TVs und Monitoren stehen jedoch deutliche Verluste bei der Produktion von LCD-Panels gegenüber, die LGs Gewinn um 86 Prozent haben einbrechen lassen. Das Joint Venture LG.Philips LCD hatte kürzlich auch für das dritte Quartal millionenschwere Verluste melden müssen. LG selbst muss sich daher nun mit einem Gewinn von 22,7 Milliarden Won (circa 19,3 Millionen Euro) begnügen, vor einem Jahr waren es noch 145 Milliarden Won.

Damit konnte der Konzern jedoch zumindest die Erwartungen zahlreicher Analysten übertreffen, die rote Zahlen prognostiziert hatten. Geholfen haben LG die um 7 Prozent auf 16,5 Millionen gestiegenen Verkaufszahlen der Handy-Sparte. In den ersten sechs Monaten des Jahres machte dieser Bereich noch Verluste, für das dritte Quartal kann LG einen operativen Gewinn von 79 Millionen Won (rund 671.600 Euro) verbuchen. Als Bestseller erwies sich vor allem das Modell "Chocolate". (map)