ATI führt mit Radeon X1950 Pro weiteren 80-nm-Chip ein
Mit der Radeon X1950 Pro führt ATI jetzt auch in der unteren Oberklasse einen im 80-Nanometer-Prozess gefertigten Grafikchip ein. Er soll mit Nvidias GeForce 7900 GS konkurrieren.
Mit der Radeon X1950 Pro führt ATI jetzt auch in der unteren Oberklasse ein Grafikkarte mit einem in 80-Nanometer-Fertigung hergestellten Grafikchip (RV570) ein. Er besitzt 12 Pixel-Pipelines mit insgesamt 36 Recheneinheiten für Farbberechnungen (Pixel-Shadern) und entspricht damit dem der X1900 GT. Auch der Chiptakt von 575 MHz stimmt mit dem des GT-Chips überein. Die 256 MByte Speicher der Radeon X1950 Pro arbeiten allerdings mit 682 MHz schneller als die der 600-MHz Speicher der X1900 GT.
Damit liegt die neue Grafikarte in den meisten Benchmarks leicht vor Nvidias GeForce 7900 GS, dem der X1900-GT-Chip noch nicht gewachsen war. In Spielen wie Oblivion, F.E.A.R. und Prey beträgt der Vorsprung zwischen drei und sieben Prozent, wenn man 1600 × 1200 als Spieleauflösung und zwei- bis vierfaches Antialiasing einstellt. In Call of Duty 2 erreicht die X1950 Pro bei vierfachem Antialiasing noch 20 Bilder/s und kann ihrer Konkurrenz (17 Bilder/s) sogar um 18 Prozent davonziehen.
Mit der X1950 Pro führt ATI zudem eine verbesserte Signalverbindung für den Parallelbetrieb zweier Grafikkarten im CrossFire-Verbund ein. Ähnlich der Methode von Nvidia verbindet man zwei Karten mit zwei Steckverbindern an der Grafikkarten-Oberkante. Je ein Steckverbinder gehört zum Lieferumfang der X1950 Pro. Da die Compositing-Engine, die die beiden Teilbilder kombiniert, jetzt im Grafikchip integriert ist, gibt es bei der X1950 Pro keine spezielle CrossFire-Ausführung mehr.
Man spekuliert bereits, dass auch die X1900 XT mit 16 Pipelines durch eine X1950 XT in 80-nm-Fertigung ersetzt werden soll. In der Mittelklasse gibt es bereits mit der X1300 XT und der X1650 Pro bereits zwei 80-nm-Modelle.
Die X1950 Pro soll in den nächsten Tagen für knapp 170 bis 210 Euro in den Handel kommen. Tul hat in seiner PowerColor-Serie bereits ein Modell mit besonders leisem Lüfter von Arctic Cooling angekündigt. Auch Asus verspricht mit einem verbesserten Kühler eine um 10 Grad niedrigere Chiptemperatur. Im Gegensatz zum Original belegen beide Modifikationen mit ihrem Kühler auch den benachbarten Steckplatz. (Manfred Bertuch) / (thl)