Avnet muss noch stärker sparen

Nach Abschluss der Übernahme von Magirus deuten die vorläufigen Zahlen für das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres einen weiteren spürbaren Umsatzrückgang in der Sparte Technology Solutions an. CEO Rick Hamada drängt auf stärkere Kostensenkung.

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Für das am 30. September 2012 abgeschlossene erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres kann der amerikanische Distributionskonzern Avnet Inc. nach vorläufigen Zahlen nur einen Umsatz von 5,85 Milliarden US-Dollar melden – und damit gut 9 Prozent weniger als noch im gleichen Vorjahreszeitraum. Während die Sparte Electronics Marketing (EM) mit 3,65 Milliarden US-Dollar annähernd im Rahmen der Erwartungen bleibt, muss Avnet Technology Solutions (2,2 Milliarden US-Dollar) nun schon im zweiten Quartal in Folge deutliche Umsatzeinbußen hinnehmen. Auch das Ergebnis je Aktie – ohne Berücksichtigung von Restrukturierungs-, Integrations- und anderen Kosten – bleibt mit maximal 58 Cent unter den Erwartungen der Konzernleitung.

CEO Rick Hamada führt als Ursache für die schlechten Ergebnisse negative Auswirkungen durch die anhaltend ungünstigen makroökonomischen Rahmenbedingungen an. Zudem kündigte der Avnet-Chef weitere Sparmaßnahmen an, die noch über das im August geplante Paket in Höhe von 40 bis 50 Millionen US-Dollar hinausgehen sollen. Konkrete Details zu den geplanten Kürzungen machte der Konzern allerdings noch nicht. Derweil konnte Avnet die im Juli 2012 angekündigte Übernahme des Konkurrenten Magirus abschließen. Damit dürfte sich der Umsatzschwund bei Avnet TS zumindest etwas bremsen lassen, denn der Stuttgarter VAD Magirus konnte im vergangenen Jahr in der Region EMEA immerhin 420 Millionen Euro erwirtschaften – bei einem Wachstum von 20 Prozent gegenüber 2010. (map)