Lizenz fĂĽr blickwinkelstabile Mobildisplays

Der taiwanische Panelspezialist AU Oprtonics darf die von Hydis entwickelte FFS-Technik lizenzfrei nutzen. Darauf einigten sich AUO und die Hydis-Muttergesellschaft EInk. Die blickwinkelunabhängige Paneltechnik kommt unter anderem in iOS-Geräten zum Zuge.

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Der taiwanische LCD-Hersteller AU Optronics hat mit E-Ink und dessen Tochterunternehmen Hydis Technologies ein Patentabkommen geschlossen. Innerhalb der kommenden 10 Jahre können die Unternehmen demnach jeweils Patente des anderen Partners lizenzfrei nutzen.

FFS-Prinzip: Die Moleküle drehen sich im elektrischen Feld parallel zur Displayoberfläche.

(Bild: Truly Semiconductor)

Für AUO dürften vor allem die Nutzungsrechte an der Fringe-Field-Switching-Technik (FFS) von Hydis interessant sein: FFS hat ähnlich gute Blickwinkel-Eigenschaften wie die Paneltechnik IPS (In Plane Switching). Die Bewegung der FFS-Flüssigkristalle im elektrischen Feld gilt sogar als etwas reaktionsschneller, was den Display-Schaltzeiten zu Gute kommt.

FFS, IPS und auch das Samsung-eigene IPS-Derivat PLS (Plane in Line Switching) werden vor allem für Mobildisplays genutzt – unter anderem von Apple für sämtliche iOS-Geräte. Um als Panellieferant bei Apple ins Spiel zu kommen, müssen Hersteller eine dieser blickwinkelstabilen LCD-Techniken beherrschen. AUO gilt als ein möglicher Lieferant für das iPad mini.

Auch Sharp hatte im Frühsommer ein Patentabkommen mit EInk respektive Hydis geschlossen und darf seither die flinke IPS-Variane lizenzfrei nutzen. Im Gegenzug kann EInk auf grundlegende Patente von Sharp im Bereich der Flüssigkristalle und der TFT-Technik frei zugreifen. Für größere Displays nutzen sowohl Sharp als auch AUO die kontraststärkere aber etwas weniger farbstabile VA-Technik (Vertical Alignement) in den Ausführungen MVA (Multi Domain VA; AUO) und ASV (Advanced Super View; Sharp). (uk)