"Bully" wird aus britischen Ladenketten verbannt
Die britischen Handelsketten Currys und PC World wollen das schon vor seiner Veröffentlichung kontrovers diskutierte Computerspiel "Bully" nicht vertreiben.
Die britischen Handelsketten Currys und PC World wollen das schon vor seiner Veröffentlichung kontrovers diskutierte Computerspiel "Bully" nicht verkaufen. Ein Sprecher der Muttergesellschaft DSG International sagte der BBC, das Spiel passe nicht zum familienfreundlichen Image des Unternehmens. "Bully" ist auf der Insel ab 15 Jahren freigegeben und soll am 27. Oktober unter dem für Europa gewählten Titel "Canis Canem Edit" (Hund frisst Hund) in die Läden kommen.
DSG habe sich zu dem "sehr ungewöhnlichen" Schritt entschieden, weil das Spiel das sensible Thema Gewalt in der Schule behandle. Trotzdem sei DSG um eine gute Beziehung zu Publisher Rockstar Games bemüht und werde die anderen Spiele des Studios weiter verkaufen, darunter auch die nicht gerade gewaltfreien Titel der GTA-Reihe. In der Vergangenheit hatte DSG sich bereits gegen den Verkauf des ebenfalls von Rockstar-Mutter Take Two vetriebenen Spiels "Manhunt" sowie des Titels "Hitman" entschieden.
In der vergangenen Woche hatte der US-Rechtsanwalt Jack Thompson versucht, vor Verkaufsstart ein einstweiliges Vertriebsverbot für das Spiel im Bundesstaat Florida zu erwirken. Der Richter wies das Ansinnen nach Begutachtung des Spiels zurück. Rechtsexperten hatten darauf hingewiesen, dass ein Verbot des Titels vor seiner Veröffentlichung gegen die von der Verfassung garantierte Redefreiheit verstoße. Auch in Großbritannien gibt es Befürworter eines Verbots des Spiels. (vbr)