Widerspruchs-Zentrale gegen veröffentlichte Straßenansichten

Wer Bilder seiner Wohnungsfassade nicht im Web finden mag, kann jetzt bei einer zentralen Anlaufstelle alle maßgeblichen Anbieter gleichzeitig mit der Verpixelung der betreffenden Bilder in StreetView, Streetside und ähnlichen Diensten beauftragen.

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Von
  • Hans-Peter Schüler

Der Verein Selbsregulierung Informationswirtschaft hat auf seiner Webseite einen Dienst eingerichtet, der nach Angabe der Postanschrift Auskunft gibt, ob und bei welchen Diensten das entsprechende Objekt zu sehen ist. Hinter dem Verein stecken Google, Microsoft Deutschland und Nokia sowie weitere Unterzeichner des Datenschutz-Kodex für Geodatendienste (PDF-Datei), die sich 2011 zusammengetan und verpflichtet haben, Ansichten von Häusern unkenntlich zu machen, wenn zum Beispiel Wohnungsinhaber der fotografischen Abbildung ihrer Hausfassaden widersprechen.

Die Webseite verlinkt direkt auf die gefundenen Abbildungen – in der Regel geht es um Google StreetView – und ermöglicht darüber den unmittelbaren Widerspruch beim Anbieter. Nachdem Google im Vorfeld zur Freischaltung von StreetView Widersprüche von Hand auf die betroffenen Bilder angewendet hatte, war Microsoft im Zusammenhang mit seinem Dienst Streetside davon ausgegangen, Widersprüche maschinell berücksichtigen zu können. Inzwischen hat der Konzern den Dienst aber bisauf Weiteres für Deutschland eingestellt, ohne zu kommentieren, ob das etwas der Menge eingetroffener Abbildungs-Widersprüche und dem Aufwand für deren Berücksichtigung zu tun hat. (hps)