Getrag und Dongfeng produzieren ab 2015 Doppelkupplungsgetriebe in China

Der Getriebehersteller Getrag hat mit der chinesischen Dongfeng Motor Group Co., Ltd. einen Vertrag über ein 50:50-Joint-Venture in China geschlossen. Ab 2015 wird in China das neue Doppelkupplungsgetriebe 6DCT150 produziert

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Von
  • Gernot Goppelt

Der Getriebehersteller Getrag hat mit der chinesischen Dongfeng Motor Group Co., Ltd. einen Vertrag über ein 50:50-Joint-Venture in China geschlossen. Das neue Gemeinschaftsunternehmen Dongfeng Getrag Transmission Co. soll Getriebe für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge produzieren. Die Produktion soll 2015 anlaufen.

Getrag bisher kleinstes DKG ist auf Drehmomente bis zu 170 Nm ausgelegt. Das Schalten erfolgt elektromechanisch, das Kuppeln elektrohydraulisch. Mit seinen kompakten Maßen un einem Gewicht von rund 56 kg ist es gut für kleine Stadtfahrzeuge geeignet.

(Bild: Getrag)

Das erste Produkt von Dongfeng Getrag Transmission wird ein neues Doppelkupplungsgetriebe (DKG) mit der Bezeichnung 6DCT150 sein. Das kompakte Getriebe ist für Front-Quer-Anwendungen in kleinen und kompakten Fahrzeugen geeignet und das erste seiner Art, dass für Drehmomente bis zu einem Maximum von etwa 150 Nm ausgelegt ist.

Bisher gibt es kein DKG, das für Drehmomente unterhalb von 250 Nm ausgelegt ist. In Europa wurden bisher trotz des mangelnden Schaltkomforts die preisgünstigeren automatisierten Schaltgetriebe bevorzugt, in Asien die stufenlosen CVTs. Getrag will die Kosten für DKGs weiter senken und setzt dabei auf ein modulares Konzept, das den Einsatz verschiedender Bauteile wie Schaltaktuatorik oder Getriebesteuerung in unterschiedlichen Getriebetypen erlaubt.

Die Partnerschaft mit Dongfeng zeigt, dass Doppelkupplungsgetriebe in Asien Erfolg haben können. Daraus könnten sich weitere Kostenvorteile ergeben, die auf die westlichen Märkte zurückwirken. Das 6DCT250 könnte auch für europäische Kleinwagen interessant werden, wenn der Preisunterschied zum automatisierten Schaltgetriebe geringer wird. Aus Sicht von Getrag-CEO Mihir Kotecha wird das Joint Venture das Geschäft in Asien weiter stärken. Es werde Synergien, Know-how und Skaleneffekte generieren und damit auch die Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Geschäfts von Getrag verbessern. (ggo)