Philips kann Gewinn verdoppeln

Die Sparpläne, die CEO Frans van Houten dem niederländischen Elektronikkonzern verordnete, scheinen zu fruchten: Im Vergleich zum Vorjahresquartal konnte Philips seinen Nettogewinn mehr als verdoppeln.

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Der niederländische Elektronikkonzern Philips ist seinem Ziel, schlanker und effizienter zu werden, im dritten Quartal nähergekommen. So konnte das Unternehmen seinen Nettogewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal mehr als verdoppeln – von 76 Millionen Euro auf nunmehr 170 Millionen Euro. Auch der Umsatz des Gesamtkonzerns stieg nach den Einbußen im vergangenen Jahr wieder an, wie aus der Mitteilung hervorgeht: um 5 Prozent auf nunmehr 6,1 Milliarden Euro.

Alle drei Konzernbereiche konnten dabei zum Wachstum beitragen: Mit 7 Prozent mehr Umsatz konnte die Medizintechnik-Sparte am stärksten zulegen. Die Verbraucherelektronik-Sparte steigerte den Umsatz um 3 Prozent, die Beleuchtungs-Sparte um 4 Prozent. Wie Bloomberg meldet, übertraf Philips mit dem Ergebnis die Erwartungen der Analysten, was sich auch auf den Aktienkurs auswirkte. Der legte an der Amsterdamer Börse um 5,76 Prozent und am New Yorker Handelsplatz sogar um 6,67 Prozent zu.

Wichtiger Faktor hinter den positiven Zahlen dĂĽrfte wohl auch das Sparprogramm sein, dass der im April 2011 ins Amt gekommene CEO Frans van Houten dem Konzern verordnete. Noch im September diesen Jahres gab das Unternehmen bekannt, 2200 Leute entlassen zu wollen, insbesondere in den Sparten Beleuchtung und Medizintechnik. Insgesamt konnten die Kosten durch die SparmaĂźnahmen laut Mitteilung um 306 Millionen Euro gesenkt werden. Am ausgegebenen Sparziel von 1,1 Milliarden Euro bis 2014 will der Konzern festhalten.

Bereits 2011 hat Philips 4500 Mitarbeiter entlassen, ebenso wurde die TV-Sparte in ein Joint Venture mit dem chinesischen Auftragsfertiger TPV Technology ausgegliedert. Weltweit beschäftigt der Konzern rund 120.000 Menschen. (axk)