IT-Branchenverband beklagt Preisverfall
"Gerade die Telekommunikation leidet unter einem extremen Preisverfall. Das drückt auf den Markt", sagte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom.
Der Preisverfall in der Telekommunikation und bei Computern wird sich nach Einschätzung des IT-Branchenverbands Bitkom im Jahr 2007 fortsetzen. "Gerade die Telekommunikation leidet unter einem extremen Preisverfall. Das drückt auf den Markt", sagte Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Branchenverbands, im Vorfeld der Münchner Computermesse Systems. Der Telekommunikationsmarkt in Deutschland werde daher im nächsten Jahr erstmals leicht auf gut 66 Milliarden Euro sinken. Insgesamt rechnet die IT-, Telekommunikations- und Unterhaltungselektronik-Branche aber im kommenden Jahr weiter mit einem Wachstum um 1,6 Prozent auf 148,8 Milliarden Euro.
Grundsätzlich ist die IT-Branche derzeit durchaus guter Stimmung. "Insgesamt ist das Marktumfeld sehr günstig", sagte Rohleder. "Die Branche ist stabil, die Branche wächst." Angetrieben werde der Markt vor allem von den Bereichen Software und IT-Dienstleistungen. In beiden Sparten rechnet Bitkom im kommenden Jahr mit einem anhaltend starken Wachstum von um die fünf Prozent.
Dagegen wird sich der Boom bei den digitalen Unterhaltungselektronikgeräten etwas abschwächen. Die Nachfrage sei zwar grundsätzlich weiterhin hoch, allerdings fehlten derzeit die ganz großen Innovationen, sagte Rohleder. Nach einem Plus von 17 Prozent in diesem Jahr – angetrieben unter anderem von der hohen Nachfrage nach MP3-Playern – rechnet der Bitkom hier 2007 nur noch mit einem Plus von knapp fünf Prozent auf 10,6 Milliarden Euro. (dpa) / (jk)