Hacker knacken PSP Slim & Light

Nur wenige Tage nachdem das neue Modell der PSP auf dem Markt ist, haben russische Hacker die Firmware der Taschenkonsole geknackt. Einfallstor war der Akku des alten Modells.

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Russische Hacker der Gruppe M33 haben die neue Version der Playstation Portable (PSP Slim & Light) geknackt. Es gelang ihnen, die Firmware 3.60 der neuen Konsole gegen eine Version zu tauschen, die Homebrew-Programme ohne offizielle Sony-Lizenz und Kopien von UMD-Spielen vom Memory-Stick abspielt. Das Kopierschutzsystem der neuen PSP ließ sich mittels der alten PSP umgehen. Dazu musste deren Akku beziehungsweise der in den Akku eingebaute Flash-Speicher mit Hilfe eines Software-Programms manipuliert und danach in die neue PSP eingesetzt werden. Die Akku-Manipulation soll die PSP in einen Debug-Modus versetzen; im Akku der PSP Slim & Light soll der Flash-Speicher fehlen. Laut Angaben der Hacker sei es bisher nicht möglich, Programme zu starten, die die ältere Firmware-Version 1.5 benötigen.

Sony Computer Entertainment reagierte bereits auf die Umgehung des Kopierschutzes mit der Veröffentlichung einer neuen Firmware-Version 3.70, die unter anderem Erweiterungen für das Menü und die Remote-Play-Funktion mitbringt.

In Deutschland ist der Start der PSP Slim & Light leise vonstatten gegangen. Offizieller Start war hierzulande bereits der 5. September. Online-Händler Amazon nannte den 7. September, nimmt derzeit aber keine neuen Bestellungen entgegen. Laut Sony werde der Einzelhandel nach und nach mit den neuen Geräten versorgt, man werde aber das alte Modell noch weiterhin abverkaufen. AV-Kabel zum Anschluss der PSP Slim & Light an einen Fernseher sollen ab dem 19. September für 21 Euro erhältlich sein. Ein "Giga-Pack" mit der schwarzen neuen PSP und einem 2-GByte-Memory Stick soll ab dem 12. Oktober für 200 Euro angeboten werden. (Dennis Schirrmacher) / (hag)