NBC Universal: Weniger Geld für Nachrichten, TV-Shows billiger
Der US-Unterhaltungsriese NBC Universal schlägt angesichts der schärferen Konkurrenz aus dem Internet einen harten Sparkurs ein.
Der US-Unterhaltungsriese NBC Universal schlägt angesichts der schärferen Konkurrenz aus dem Internet einen harten Sparkurs ein. Das Unternehmen, das zum Mischkonzern General Electric gehört, will bis Ende 2007 die Kosten um 750 Millionen Dollar drücken. Dafür sollen unter anderem 700 Stellen oder fünf Prozent der Belegschaft abgebaut werden. Außerdem soll das heute 1,5 Milliarden Dollar schwere Budget für die prestigeträchtigen Nachrichtensendungen gekürzt und günstigere Programme zur Prime-Time um 20.00 Uhr gesendet werden.
NBC-Universal-Chef Bob Wright erklärte die Maßnahmen in einem Interview mit dem Wall Street Journal mit dem Anbruch der digitalen Ära. "Wir können nicht gleichzeitig neue digitale Ausgaben tragen und alte Kosten." US-Zuschauer verbrächten weniger Zeit vor ihren Fernsehern. Gründe seien die explosionsartige Entwicklung neuer Internet-Angebote wie Video- oder Community- Websites, das Interesse an Videospielen, aber zum Beispiel auch Download-Angebote für TV-Sendungen, die später auf mobilen Geräten angeschaut werden können. Entsprechend fließen auch Werbegelder ins Internet ab.
Zu NBC Universal gehört neben den TV-Kanälen auch das Hollywood- Studio Universal Pictures. Dort sollen die Einschnitte relativ gering ausfallen, hieß es. So würden die Einheiten, die für die Vermarktung von Filmen in Kinos und auf DVD zuständig sind, zusammengelegt. Der Stellenabbau solle "minimal" sein. (dpa) / (jk)