Gateway-Chef Inouye tritt zurĂĽck
Interims-Nachfolger von Wayne Inouye wird der Aufsichtsratsvorsitzende und frühere Gateway-Präsident Rick Snyder. Im vergangenen Quartal war der Nettogewinn des Unternehmens auf ein Viertel zusammengeschmolzen.
Der Aufsichtsratsvorsitzende des kalifornischen Computer-Herstellers Gateway, Rick Snyder, übernimmt ab sofort im Unternehmen die Funktion des Chief Executive Officer (CEO). Diesen Schritt bezeichnet das Unternehmen als Interimslösung. Der amtierende CEO Wayne Inouye hatte am Mittwoch seinen Rücktritt erklärt. Kurz zuvor hatte Gateway bekannt gegeben, dass der Nettogewinn im vierten Quartal 2005 auf 22,4 Millionen US-Dollar gesunken ist – ein Jahr zuvor war dieser mit 93,9 Millionen US-Dollar mehr als viermal so hoch ausgefallen.
Der hohe Gewinn des vierten Quartals 2004 war allerdings auf einmalige Erträge in Höhe von rund 100 Millionen US-Dollar aus dem Rückkauf eigener Aktien beim Internetprovider AOL zurückzuführen. Trotz steigender Umsätze – im Schlussquartal 2005 betrugen diese rund 1,12 Milliarden US-Dollar gegenüber 1,03 Milliarden US-Dollar im Vorjahreszeitraum – verlor Gateway jedoch im Geschäft mit Firmenkunden an Boden.
Wayne Inouye war im März 2004 zum CEO ernannt worden, nach der Übernahme von eMachines durch Gateway. Fortan konzentrierten sich die Kalifornier auf ihr Kerngeschäft und schafften nach drei verlustreichen Jahren 2005 die Wende in die Gewinnzone. Snyder, der seit 1991 in Führungspositionen bei Gateway tätig ist, kündigte eine erneute Untersuchung der Konzernstrategie sowie ein "Feintuning" im Produktbereich an. (ssu)