Borland legt enttäuschende Geschäftszahlen vor

Borland ist im vierten Quartal 2005 weiter in die roten Zahlen gerutscht. Bei gesunkenen Umsätzen steht ein Verlust von nahezu zehn Millionen US-Dollar in den Büchern.

vorlesen Druckansicht 168 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Borland ist im vierten Quartal 2005 weiter in die roten Zahlen gerutscht. Obwohl der Umsatz mit 71 Millionen US-Dollar am oberen Ende der Voraussagen lag, steht unter dem Strich ein Verlust von 9,56 Millionen US-Dollar oder 13 US-Cent pro Aktie zu Buche. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte man bei einem Umsatz von 82,52 Millionen Dollar noch 7,97 Millionen US-Dollar (10 US-Cent pro Aktie) verdient. Allerdings ist Borland der Ansicht, dass in diesen nach GAAP-Richtlinien ermittelten Zahlen Ausgaben etwa für Akquisitionen, Umstrukturierungen oder Forschung und Entwicklung nicht angemessen berücksichtigt seien, und bewertet den Quartalsverlust selbst nur mit 4,18 Millionen US-Dollar oder 5 US-Cent pro Aktie (Vorjahresquartal: 11,44 Millionen US-Dollar respektive 14 US-Cent je Aktie Gewinn).

Trotz der enttäuschenden Zahlen sieht sich Borland für die Zukunft aber auf einem guten Weg: Finanzchef Kenneth R. Hahn rechnet für das vierte Quartal dieses Jahres mit einer Rückkehr in die Gewinnzone. Dazu solle auch die am gestrigen Mittwoch angekündigte Übernahme des Anbieters für Software-Qualitätssicherungswerkzeuge Segue Software und der geplante Abschied von den Entwicklungsumgebungen Delphi, C# Builder, C++ Builder und JBuilder beitragen. Bislang macht das Geschäft mit den IDEs etwa 30 Prozent des Borland-Umsatzes aus. Nicht ganz so optimistisch sehen das offenbar die Anleger: An der Technologiebörse Nasdaq gab die Borland-Aktie gestern um 7,9 Prozent nach und ging mit 5,73 US-Dollar aus dem Handel. (hos)