Bericht: Teles prĂĽft Ausstieg aus Internet via Satellit
Sky-DSL bringt dem Telekommunikationsanbieter momentan nur Verluste. Daher prüft Teles nun den Ausstieg aus diesem Geschäftsbereich, berichtet der "Tagesspiegel".
Das Berliner Telekommunikationsunternehmen Teles hat im vergangenen Quartal mit seinem Geschäftsbereich Sky-DSL einen Betriebsverlust von 700.000 Euro erwirtschaftet. Vor diesem Hintergrund prüft das Unternehmen einen Rückzug aus diesem Geschäftsbereich, berichtet der Tagesspiegel. Schon voriges Jahr seien bei Teles solche Überlegungen aufgekommen, doch habe es angesichts hoher Schließungskosten mehr Sinn ergeben, das Angebot beizubehalten – auch um ihm noch eine Chance zu geben. Nun seien viele Verträge ausgelaufen, die Kündigungsfrist sei kürzer geworden. Daher würden sich jetzt kaum Schließungskosten ergeben.
Teles betreibt sein Internet via Satellit seit gut acht Jahren. Das Angebot richtet sich an Internetinteressierte in Regionen, in denen kein DSL verfügbar ist. Dabei geht der Download über Satellit, als Rückkanal dient ein herkömmlicher Festnetzanschluss oder das E-Plus-Mobilfunknetz. Eine Sky-DSL-Flatrate mit 4000 KBit/s Bandbreite kostet ab 49,90 Euro im Monat. Insgesamt konnte Teles für diesen Dienst bis zu 28.000 Kunden gewinnen, heißt es in dem Bericht. Für das Erreichen der Gewinnschwelle seien mehr als eine Million Kunden nötig. Teles-Vorstandschef Sigram Schindler räumt ein, DSL sei mehr ausgebaut worden, als er Ende der 90er-Jahre erwartet habe. (anw)