Die Zukunft der Wissenschaft als virtuelle 3D-Ausstellung

Im Juni 2000 startet die Wissenschafts-Ausstellung des Londoner Science Museums. Ungeduldige in einer virtuellen Kopie der Ausstellung auf Entdeckungsreise gehen.

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Im Juni 2000 präsentiert das Londoner Science Museum sein bislang ehrgeizigstes Projekt, eine Ausstellung über die modernen Wissenschaften. Wer die reale Eröffnung des extra dafür geschaffenen "Wellcome Wing" nicht erwarten kann, darf immerhin schon mal per Internet durch die virtuellen Gänge wandeln und in die Welt der Biomedizin und Digitaltechnik oder in wissenschaftliche Zukunftsvisionen eintauchen.

Mit Unterstützung von Intel hat das Londoner Museum extra eine Homepage für die Cyber-Besucher eingerichtet, auf der man wahlweise in zwei- oder dreidimensionaler Darstellung einen Rundgang durch die Ebenen des "Wellcome Wing" starten kann – sogar ohne Pentium III inside, auch wenn Intel die so genannte "Highend-3D-Version" explizit als "Pentium III optimized" bezeichnet. Die 2D- und Lowend-3D-Versionen des virtuellen Museums kommen ganz ohne zusätzliche Software aus. Die Highend-3D-Version benötigt ein Plug-In, das auf Wunsch automatisch geladen wird. Die Webseite ist mit VRML-Technik (Virtual Reality Modeling Language) realisiert und will sich als Referenzbeispiel dreidimensionaler Welten im Internet präsentieren, für die keine umfangreichen Downloads mehr notwendig sind.

Auf Ebene eins ist beispielsweise der Bereich Who am I eingerichtet, mit den neuesten Erkenntnissen aus Hirnforschung, Genetik und Psychologie. Ebene zwei, Digitopolis, führt durch digitale Welten, während auf Ebene drei die Zukunft der Wissenschaft angesiedelt ist. Die Ausstellung möchte so modern sein wie die Wissenschaft, um die sie sich dreht: So sollen einige Bereiche je nach Stand der Forschung und Entwicklung der dargestellten Wissenschaft ständig aktualisiert werden – wenn es sein muss, sogar mehrmals täglich. (atr)