Adobe-Software voraussichtlich erst 2007 an Intel-Macs angepasst
In einem öffentlichen Dokument verrät Adobe einige Details zum Entwicklungsstand seiner Produkte für Intel-Macs, etwa für Photoshop, Illustrator oder InDesign.
In einem öffentlichen Dokument verrät Adobe einige Details zum Entwicklungsstand seiner Produkte für Intel-Macs, etwa für Photoshop, Illustrator oder InDesign. Das Unternehmen bekräftigt darin noch einmal, dass es auch Macs mit Intel-CPU unterstützen werde. Momentan sei man dabei, die Software auf Apples Xcode-Entwicklungsumgebung umzustellen – Voraussetzung für das Erstellen der so genannten Universal Binaries, die auf PowerPC- und Intel-Macs gleichermaßen laufen. Auch den zahlreichen Entwicklern von Plug-ins für Adobe-Produkte leiste man dabei Hilfestellung.
Pläne, die derzeit verfügbaren Software-Versionen als Universal Binary zu veröffentlichen, gebe es nicht. Mac-Anwender, die auf höchste Geschwindigeit Wert legen, sollten bis zur Verfügbarkeit einer universellen Version die Adobe-Software auf PowerPC-Rechnern einsetzen. Auf einem Mac mit Intel-Prozessor führt der Emulator Rosetta PowerPC-Anwendungen zwar transparent für den Anwender aus, allerdings mit einer je nach Anwendung spürbaren Geschwindigkeitseinbuße.
Universal Binaries werde es erst mit dem nächsten größeren Programm-Update geben. Einen genauen Erscheinungstermin für die nächsten Programmversionen nennt Adobe in dem Dokument jedoch nicht. Das Unternehmen weist lediglich darauf hin, dass es von seinen Profi-Anwendungen alle 18 bis 24 Monate neue Versionen auf den Markt bringe. Da die deutsche Version der Creative Suite 2 Anfang Juni 2005 auf den Markt kam, würde dies bedeuten, dass Mac-Anwender frühstens zum Jahreswechsel 2007 mit einer auf Intel-Macs nativ laufenden Creative Suite rechnen können. Möglicherweise dauert es auch bis Mitte nächsten Jahres – für einen Hersteller, der als erster "seine komplette Produktpalette" für Intel-Macs umgestellt haben wollte, doch recht spät. Adobe weist aber gleich zu Anfang seiner Erklärungen über die Umstellung der hauseingenen Software darauf hin, Apple habe auf der MacWorld 2006 eine frühere Verfügbarkeit der Intel-Systeme als erwartet angekündigt. (adb)