Standesbeamte mahnen elektronisches Personenregister an
Seit 1876 wird das Personenstandswesen in Deutschland in Papierform dokumentiert. Der Bundesverband der Deutschen Standesbeamten rechnet mit Einsparungen von 41 Millionen Euro pro Jahr durch das elektronische Register.
Die Thüringer Standesbeamten haben die bundesweite Einführung eines elektronischen Personenregisters angemahnt. "Wir ersticken in Papier", sagte Ingrid Preuß, Vorsitzende des Fachverbandes der Standesbeamten im Freistaat, der dpa. Mit einer lange geplanten Novelle des Personenstandsgesetzes sollen die Familienbücher durch digitale Register ersetzt werden. "Seit September ist leider beim Thema Novelle Ruhe eingetreten", sagte Preuß.
Seit 1876 wird das Personenstandswesen in Deutschland in Papierform dokumentiert. Der Bundesverband der Deutschen Standesbeamten rechnet mit Einsparungen von 41 Millionen Euro pro Jahr durch das elektronische Register. Das Verzeichnis mit Daten zu Familienstand, Geburt und Tod soll auch Bürgern helfen, schneller an verschiedene Urkunden zu kommen.
In Thüringen gibt es 170 Standesämter mit 427 bestellten Standesbeamten. Nur einige von ihnen sind tatsächlich verbeamtet. "Kleine Gemeinden, die gerne ihr eigenes Standesamt erhalten würden, haben sogar Probleme, ein Gehalt für einen hauptamtlichen Standesbeamten zu zahlen", sagte Preuß. (dpa) / (jk)