Britisches Gericht erklärt Lik Sangs PSP-Verkäufe an Europäer für illegal

Der High Court von London hat einem Antrag von Sony stattgegeben, nach dem der Parallelverkauf der PlayStation Portable in Großbritannien und im europäischen Wirtschaftsraum nicht rechtens ist.

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Sony hat beim High Court von London eine Entscheidung erwirkt, nach der Verkäufe von portablen PlayStations (PSP) des Videospielehändlers Lik Sang nach Großbritannien und in den europäischen Wirtschaftsraum nicht rechtens sind. Aus einer Mitteilung von Lik Sang geht weiter hervor, dass Sony Computer Entertainment und seine europäische Niederlassung bereits juristische Schritte angekündigt habe, um den Parallelverkauf der kommenden PlayStation 3 nach Europa zu verhindern.

Der Rechtsstreit zwischen dem Videospielehändler und dem japanischen Konzern geht auf den August 2005 zurück. Sony klagte vor dem Obersten Gerichtshof von Hongkong, weil Lik Sang die japanische Fassung der PSP an britische Kunden verkauft habe, wodurch Sonys Urheberrechte verletzt worden seien. Gleichzeitig hatte Sony auch in Großbritannien geklagt, und zwar nicht nur wegen des Verkaufs der PlayStation Portable, sondern auch wegen der Veröffentlichung des Benutzerhandbuchs.

Lik Sang teilt weiter mit, das Unternehmen prüfe momentan die Situation und mögliche juristische Schritte. Marketing-Manager Pascal Clarysse zeigt sich verärgert und meint, es seine eine "überwältigende Situation" für sein "kleines Unternehmen", von Sony in verschiedenen Ländern mit Klagen überzogen zu werden. Es sei zu vermuten, dass damit das Ziel verfolgt werde, Lik Sang zu vernichten. (anw)