Internet-Domain für Palästina
Die ICANN erwartet, in Kürze dem Antrag der palästinensischen Selbstverwaltung auf eine eigene Länder-Domain entsprechen zu können.
Die Auseinandersetzungen zwischen Israel und den palästinensischen Behörden um den Friedensprozeß und den zukünftigen Status von Palästina gehen zwar unvermindert weiter, im Internet gewinnt das autonome Gebiet Palästina aber schon Anerkennung. Bei der ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) ging der Antrag der palästinensischen Selbstverwaltung ein, Palästina eine Länder-Domain (ccTLD, contry code Top Level Domain) zuzuweisen. Die ICANN erwartet, dem Antrag in Kürze entsprechen und Palästina die Domain ps geben zu können.
Das amerikanische Handelsministerium, das momentan noch den Übergang der Internet-Verwaltung zur ICANN überwacht, muss die Zuweisung der ps-Domain noch genehmigen. Quellen in Kreisen der amerikanischen Regierung kommentierten aber laut New York Times, dass dies ohne Probleme zügig über die Bühne gehen sollte. Die ps-Domain wäre die erste neue Domain, die nach der Übernahme der Internet-Verwaltung durch die ICANN eingerichtet würde. Vorweggenommen wurde diese nahezu offizielle Anerkennung im Cyberspace allerdings schon durch die Aufnahme Palästinas in die Liste der Länderkennungen der UNO. Diese benutzt beispielsweise die ITU (International Telecommunications Union) für die Zuweisung von nationalen Telefonvorwahlen. (jk)