T-Mobile-Chef erwartet Konsolidierung der Mobilfunkbranche

"Wir brauchen starke europäische Unternehmen, die sich im globalen Wettbewerb behaupten können", sagte René Obermann.

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  • dpa

Die Deutsche Telekom rechnet mit einer weiteren Konsolidierung der europäischen Mobilfunkbranche. "Wir brauchen starke europäische Unternehmen, die sich im globalen Wettbewerb behaupten können", sagte der Chef von T-Mobile, René Obermann, der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Die europäischen Betreiber hätten es mit stark wachsenden amerikanischen und asiatischen Wettbewerbern zu tun, die den heimischen Anbietern an Kraft und Größe überlegen sein könnten.

Die Telekom zählt mit fast 80 Millionen Handy-Kunden zu den größten Mobilfunkanbietern der Welt. Allerdings gewinnen Unternehmen der Wachstumsregionen Asien und Nordamerika massiv neue Nutzer. Obermann hält die Konsolidierung für zwingend notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Mobilfunkunternehmen zu erhalten. "Dies Geschäft ist letztendlich ein von Skaleneffekten getriebenes Geschäft", sagte er. Je mehr Kunden ein Unternehmen in seinem Bestand hat, desto preiswerter kann es Dienstleistungen erbringen.

Die Telekom hat sich wie die meisten Konkurrenten wiederholt für eine Konsolidierung der Branche ausgesprochen. In den vergangenen Monaten erwarben die Bonner zwar die österreichische tele.ring, halten aber weiterhin die Augen für Zukaufsmöglichkeiten offen. Mit dem Erwerb von O2 durch die spanische Telefonica ist zudem ein neuer Rivale entstanden, der nun vor T-Mobile und hinter Vodafone auf Rang zwei in Europa liegt. (dpa) / (jk)