IDS Scheer senkt Prognose nach Gewinnrückgang
Auch wenn der Saarbrücker IT-Dienstleister und Softwarehersteller für das vierte Quartal eine Ergebnissteigerung erwartet, trübt ein Gewinnrückgang im dritten Quartal die Aussichten.
Der Saarbrücker IT-Dienstleister IDS Scheer hat nach einem Gewinnrückgang im dritten Quartal seine Prognose für das Gesamtjahr 2006 gesenkt. Nach den vorläufigen Zahlen für das dritte Geschäftsquartal sank der Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibung (EBITA) im Vergleich zum Vorjahresquartal von 8,3 Millionen auf 4,2 Millionen Euro; die Marge sank von 10,9 auf 5,2 Prozent. Der Umsatz stieg um fünf Prozent auf 80,3 Millionen Euro. Der Umsatz im Produktgeschäft stieg um 14 Prozent auf 23,3 Millionen Euro; der Umsatz mit Lizenzen für die Softwareplattform ARIS für Geschäftsprozessmanagement ging allerdings von 7 auf 6,8 Millionen Euro zurück.
IDS begründete den Gewinnrückgang mit "Projektverschiebungen und Verzögerungen von Auftragseingängen sowie strukturellen Änderungen in der internationalen Organisation". Von den Projektverschiebungen soll besonders das Geschäft mit den ARIS-Lizenzen betroffen sein. Die trotzdem hohe Auslastung besonders in Deutschland führe aber zur Einstellung von mehr als 100 neuen Beratern, teilte IDS Scheer mit.
Für das vierte Quartal 2006 erwartet der Dienstleister und Softwarehersteller eine "überdurchschnittlich starke Ergebnissteigerung" Für das Gesamtjahr 2006 muss die Firma aber dennoch die Prognosen, die nach den Bilanzen des zweiten Quartals angehoben worden waren, nach unten korrigieren: Der Umsatz soll um 8 Prozent steigen, zuvor war man von 10 bis 11 Prozent ausgegangen. Die EBITA-Marge soll bei 9 bis 10 Prozent statt bei 11,1 bis 11,6 Prozent liegen. Die Prognose für das Umsatzwachstum mit ARIS-Lizenzen (plus 24 bis 26 Prozent) behält IDS Scheer aber ausdrücklich bei. (jk)