Vocollect sucht neue Vertriebspartner
Voice-Lösungsanbieter Vocollect will seine Vertriebsbasis in Deutschland ausbauen. Um Systemhäusern die Zusammenarbeit schmackhaft zu machen, wurde das aktuelle Partnerprogramm erweitert.
Hände frei: Lagerlogistik via Headset
(Bild:Â Vocollect)
Wer an die Arbeit in einem Lagerhaus denkt, hat automatisch auch den Mitarbeiter vor Augen, der auf einem kleinen Display abliest, welche Waren er als nächstes zu welchem Zielort zu bewegen hat oder mit einem Scanner hantiert. Das wirkt modern, ist es aber nicht, meint zumindest Vocollect, Anbieter von Sprachtechnologien für mobiles Personal in Distributions- und Lagerprozessen.
Tatsächlich haben die Produkte von Vocollect einen entscheidenden Vorteil: die Mitarbeiter im Lager empfangen Sprach-Anweisungen über ein Headset und haben somit die Hände frei. Das macht die Arbeit deutlich sicherer. Und effizienter, wie die Vocollect-Manager Dirk Becker, EMEA Business Developement Manager, und Heiko Krause, Marketing Manager für die Central Region, erklären: "Die Prozesse im Lager werden schlanker, im Durchschnitt lassen sich somit Produktivitätssteigerungen von 25 bis 30 Prozent erreichen". Von diesen Argumenten haben sich viele namhafte Kunden überzeugen lassen: Großkonzerne wie Aldi, Lidl, VW und BMW setzen auf Produkte von Vocollect. Das Unternehmen ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer im Bereich des sprachgestützten Arbeitens. Die Geräte werden in 55 Ländern angeboten, insgesamt 26 Sprachen werden unterstützt.
Doch da ist noch Luft nach oben: Um die internationalen Abverkäufe weiter zu steigern und seine Servicequalität zu erhöhen, will der Hersteller weltweit neue Fachhandelspartner gewinnen. Die will Vocollect nicht nur mit angeblich überdurchschnittlich hohen Margen ("Wir sind da in einer sehr komfortablen Situation"), sondern auch mit einer umfangreichen Erweiterung seines globalen Partnerprogramms locken. Dieses wurde bereits 2007 eingeführt, Zertifizierung und Trainingsangebote gab es schon damals. Neu hinzugekommen sind unter anderem Anreize und leistungsbasierte Boni für die Partner. "Neue Partner – und solche, die es werden wollen – können Start-Up-Vergünstigungen in Anspruch nehmen, die sie dabei unterstützen, ihre Kompetenz in allen Vocollect-Produkten zu entwickeln", erklärt Dirk Becker. Neben Schulungen und Zertifizierungen wird den Partnern umfangreicher Support und Unterstützung bei der Implementierung von Vocollect-Voice-Produkten beim Endkunden angeboten. Außerdem will das neue Programm die Regionen Amerika, EMEA, APAC und Japan durch erweiterte Channel-Richtlinien näher zusammenbringen. "Die Vocollect-Partnergemeinschaft besteht mittlerweile aus mehr als 200 führenden Unternehmen im Bereich Supply Chain", ergänzt Becker. Und nicht nur die Qualität, sondern auch die Performance der Partner soll weiter steigen.
(Bild:Â Vocollect)
Die Partnerstruktur ist hierarchisch aufgebaut: In Deutschland gibt es sieben sogenannte Direct-Partner, die große Projekte steuern und bedienen. Dazu kommen 30 Sub-Partner, die unter der Leitung der Direct-Partner agieren. Die Sub-Partner werden zudem in drei Stufen (Silber, Gold und Platin) unterteilt. Das dazugehörige Vocollect-Partnerprogramm unterscheidet sich in diesem Punkt nicht von denen anderen Hersteller: je stärker sich ein Partner engagiert, desto größer fällt auch die Belohnung aus. 10 bis 15 Sub-Partner will man in Deutschland noch gewinnen, auch der eine oder andere Direct-Partner darf noch dazukommen.
Gesucht werden vor allem Systemhäuser, die Kompetenzen und Kontakte in die Branchen Automotive, Fashion und Logistik mitbringen. Know-how in Sachen Lager-Prozesse und SAP sind ebenfalls von Vorteil. Die nötigen Kompetenzen können und müssen sich die Partner aber auch über Schulungen bei Vocollect aneignen: Diese werden teilweise über Online-Webinare oder auch bei Intensivtrainings vermittelt: "Die Schulung unserer Partner ist uns sehr wichtig". Deshalb wird in diesen Bereich auch stark investiert. Der Partner ist mit Vocollect-Produkten auch technologisch immer auf den neuesten Stand, wie Heiko Krause und Dirk Becker versichern: "Was wir jedes Jahr für Forschung und Entwicklung ausgeben, das haben andere Wettbewerber als Umsatz". (map)