LC-Display mit eingebauter Solarzelle
Handyhersteller Motorola erhält Patent auf Flüssigkristalldisplay mit eingebauter Solarzelle.
Handyhersteller Motorola hat sich ein Flüssigkristalldisplay mit eingebauter Solarzelle patentieren lassen. Das berichtet der New Scientist in seiner Maiausgabe. LCDs mit Solarzellen sind bereits seit einiger Zeit in der Entwicklung. Bislang scheiterten die Forscher allerdings an der geringen Lichtdurchlässigkeit der LCDs – es kommt einfach zu wenig Licht bei der im Panelrücken integrierten Solarzelle an.
Motorola will diese Hürde mit speziellen Farbfiltern hinter der Flüssigkristallschicht überwinden: Mit Polymerschichten, die nur sehr schmalbandig rotes, grünes und blaues Licht der RGB-Subpixel reflektieren und den Rest des einfallenden Lichtes zur Solarzelle durchlassen. Trotz der starken Filterung durch die dichroitischen Polymerspiegel soll das Spektrum des reflektierten Licht für eine ausreichende Farbsättigung im Handydisplay sorgen und das Solarpanel mit dem Licht der verbliebenen Wellenlängen genug Energie zum Laden der Handybatterie erzeugen können.
Interessant sind solche Entwicklungen vor allem angesichts der zunehmenden Funktionen in Handys wie Audio, Video, Kamera, GPS, Bluetooth oder Internet, da diese die Laufzeit der Mobilgeräte erheblich reduzieren. Wann die kleinen LCD-Kraftwerke in ersten Mobiltelefonen auftauchen werden, sagt Motorola nicht. Mit der Patentierung sei man dem Ziel jedoch ein ganzes Stück näher gekommen. (uk)