Britische Musikindustrie freut sich über regen Käuferzuspruch
Vor Weihnachten haben die Briten nach Angaben des Verbands BPI gerne bei physischen Tonträgern zugegriffen und sich nach Weihnachten ausgiebig online bedient.
In der letzten Woche des vergangenen Jahres haben britische Plattenfirmen online 2,9 Millionen digitale Musikstücke verkauft. Das seien mehr als doppelt so viele wie im Vergleichszeitraum 2006, geht aus einer Mitteilung des Verbands der britischen Musikindustrie BPI hervor, der sich auf Zahlen der Official Charts Company beruft. Im gesamten Jahr 2007 konnten die Plattenfirmen online 77 Millionen Stücke verkaufen, das sind demnach 50 Prozent mehr als 2006. BPI-Sprecher Matt Philips erläutert, die Downloadzahlen stiegen in den Tagen nach Weihnachten immer an, doch diesmal sei das Wachstum überraschend hoch gewesen.
Anders als bei Downloads verhält es sich mit physischen Tonträgern, die sich besser für den Gabentisch eignen und deshalb eher kurz vor Weihnachten einen Verkaufsanstieg erfahren. In der vorletzten Woche vor Weihnachten wurden laut BPI, 6,3 Millionen CD-Alben verkauft, das sind 162 Prozent mehr als der wöchentliche Durchschnitt. Daher rechnete die BPI für die letzte Woche vor Weihnachten mit rekordverdächtigen 8 Millionen verkauften Alben. Das meistverkaufte Album der vergangenen zwölf Monate ist "Back to Black" von Amy Winehouse, das seit November 2006 auf dem Markt ist, doch "Spirit" von Leona Lewis wurde, obwohl erst seit November 2007 auf dem Markt, bereits 1,27 Millionenmal verkauft.
In den USA konnte sich die Musikindustrie nicht über einen derartigen Anstieg freuen. Dort gingen die CD-Verkäufe im Weihnachtsgeschäft 2007 gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent zurück. (anw)