Datenleck bei Betreibern von US-Pornosites

Vermutlich sind durch eine fehlerhafte Software E-Mail-Adressen von Besuchern US-amerikanischer Pornosites in die Hände von Spammern geraten.

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Von
  • Thomas Pany

Besucher von US-amerikanischen Pornoseiten müssen nach Informationen der Washington Post damit rechnen, dass ihre E-Mail-Adressen durch eine Sicherheitslücke in die Hände von Unbefugten gelangt sind. Möglicherweise seien Zehntausende von Kunden betroffen, so die Zeitung. Bislang gehe man davon aus, dass die Sicherheitslücke im Programm "Next Generation Administration and Tracking Software" (NATS) die Kreditkarteninformationen unbeschadet lässt. Bislang wisse man nur von anderen persönlichen Informationen, vor allem E-Mail-Adressen, die gestohlen worden seien und für Spam-Mails weiterverwendet wurden.

Dennoch kein Grund zur Beruhigung für die Erotik-Händler. Da das Geschäft sehr stark vom Vertrauen des Kunden in Diskretion abhängt, fürchten manche erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen. Die lückenhafte Software wird vom Anbieter Too Much Media für angeblich etwa 35 bis 40 Prozent der Pornoseiten verwendet. Diese Schätzung stammt vom US-amerikanischen Blogger Keith Kimmel, der selbst zwei Erotikseiten betreibt und die Software ebenfalls einsetzte. Durch Kimmel erfuhr auch die Washington Post von der Sicherheitslücke, die vom Anbieter Too Much Media am 23. Dezember vorigen Jahres eingestanden wurde. Nach Informationen der Webseite AVN vermuten betroffene Kunden, dass die Sicherheitslücke schon seit etwa einem Jahr besteht. (tpa/telepolis) / (fr)