Apple-Chef Steve Jobs war 2006 der bestbezahlte Manager in den USA

Nach der aktuellen Rankingliste der bestbezahlten Vorstandsvorsitzenden der 500 größten US-Konzerne ist die Höhe des Einkommens kein Hinweis auf die Effizienz.

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Von
  • Florian Rötzer

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat eine aktuelle Rankingliste der bestbezahlten Vorstandsvorsitzenden von US-Konzernen vorgelegt. Zumindest was die Einkünfte betrifft, brummt die amerikanische Wirtschaft. Die Chefs der 500 größten amerikanischen Unternehmen haben jedenfalls ihre Einkünfte im letzten Jahr um 38 Prozent gesteigert. Damit haben sie 7,5 Milliarden US-Dollar erzielt, was durchschnittlich 15,2 Millionen US-Dollar für jeden der Top-Manager ergibt. 48 Prozent der Einnahmen wurde durch Ausübung von Aktienoptionen erzielt.

Der bestbezahlte Manager war 2006 Steven P. Jobs. Eigentlich beträgt sein Jahresgehalt nur einen Dollar, doch er erzielte letztes Jahr 647 Millionen US-Dollar durch die Umwandlung von Aktien. Nur noch die Hälfte nahm der Ray Irani von Occidental Petroleum mit 322 Millionen ein. Mit Barry Diller von IAC/Interactive Corp steht mit 295 Millionen Dollar der Manager eines Internetunternehmens an dritter Stelle. Auf Platz 4 befindet sich William P. Foley von Fidelity National Financial mit 180 Millionen, gefolgt von Yahoo!-Chef Terry Semel mit 174 Millionen und Michael S. Dell von Dell mit 153 Millionen. Lawrence Ellison von Oracle ist mit einem Jahreseinkommen von 72 Millionen an 12. Stelle, John T Chambers von Cisco Systems mit 71 Millionen an 15. Stelle.

Zum Vergleich: 2006 hat der bestbezahlte deutsche Vorstandschef Josef Ackermann von der Deutschen Bank 13,2 Millionen Euro verdient, an zweiter Stelle steht Wolfgang Reitzle von der Linde Group mit 7,37 Millionen Euro.

Nur 12 Frauen leiten eines der 500 größten US-Unternehmen. Ihre Einkommen liegen deutlich unter denen der männlichen Spitzenreiter. Anne Mulcahy von Xerox nahm 7,3 Millionen Dollar ein, gefolgt von Susan Ivey (Reynolds American) mit 5,1 Millionen, Andrea Jung (Avon) mit 4,8 Millionen, Indra Nooyi (Pepsi) mit 4,1 Millionen, Paula Rosput Reynolds (Safeco) mit 3,8 Millionen und eBay-Chefin Meg Whitman mit "nur" 3,1 Millionen.

Nach Forbes sind die bestbezahlten Manager aber nicht notwendig die besten. Misst man nach Leistung käme Steven Jobs erst an 36. Stelle, an vierter würde hingegen Meg Whitman liegen, an erster Stelle John Bucksbaum von General Growth Prop., der 2006 nur ein Jahreseinkommen von 240.000 Dollar erzielt hat. An neunter Stelle findet sich Jeffrey P. Bezos von Amazon.com, der mit seinem Jahresgehalt von 1,18 Millionen Dollar nur auf Platz 472 liegt, wenn es um das Einkommen geht. (fr)