Probleme mit Spielen auf dem MacBook Pro Retina
Auf meinem 15-Zoll-MacBook Pro Retina werden einige Spiele nicht mit der richtigen Bildschirmauflösung angezeigt. Bei „Rage“ ist beispielsweise kein Wechsel der Auflösung möglich und „Chaos auf Deponia“ läuft nur im Fenster vernünftig. Zudem wird der Rechner bei einigen Titeln sehr heiß und die Lüfter rauschen laut. Lässt sich das abstellen?
Auf meinem 15-Zoll-MacBook Pro Retina werden einige Spiele nicht mit der richtigen Bildschirmauflösung angezeigt. Bei „Rage“ ist beispielsweise kein Wechsel der Auflösung möglich und „Chaos auf Deponia“ läuft nur im Fenster vernünftig. Zudem wird der Rechner bei einigen Titeln sehr heiß und die Lüfter rauschen laut. Lässt sich das abstellen?
Im großen MacBook Pro Retina arbeiten zwei Grafikchips. Der interne Intel 4000 kümmert sich stromsparend um weniger rechenintensive Anwendungen, während der diskrete Nvidia Geforce 650M automatisch anspringt, wenn es beispielsweise in Spielen grafisch mehr zur Sache geht. Aber offenbar hakt es bei der automatischen GPU-Umschaltung einiger Spiele, vor allem, wenn sie die OpenGL-Schnittstelle nutzen. Wenn plötzlich bei Renderszenen oder im Spiel nur ein Viertel des eigentlichen Bildschirmausschnittes gezeigt wird oder keine vernünftige Vollbilddarstellung möglich ist, kann es helfen, die automatische GPU-Umschaltung zu deaktivieren. Dies kann zum Beispiel das kostenlose Open-Source-Tool gfxCardStatus (http://gfx.io). Mit ihm lässt sich in der oberen Statusleiste manuell zwischen interner Intel-4000-GPU und diskreter Geforce 650M umschalten.
Schaltet man die Nvidia-GPU ein, so lässt sich endlich auch die Bildschirmauflösung des Ego-Shooters „Rage“ von id Software ändern, indem man erst in die Fenster-Ausgabe schaltet, dann die gewünschte Auflösung wählt und anschließend wieder in den Vollbildmodus wechselt. Seit dem neuesten Treiber-Update auf Mac OS X 10.8.2 läuft das Spiel auch unter Mountain Lion stabil. Von der 3D-Grafik her weniger anspruchsvolle Titel wie „Chaos auf Deponia“ laufen komplett mit der internen Intel-Grafik, was zudem noch die Akkulaufzeit verbessert und die Geräuschentwicklung reduziert. Das gleiche gilt für das Indie-Spiel „Inside a Star-filled Sky“, das sonst nicht bildschirmfüllend angezeigt wird. Selbst „Diablo 3“ lässt sich mit der internen Grafik betreiben. Das Spiel läuft in voller Retina-Auflösung zwar mit etwas geringerer Framerate, dafür rauschen die Lüfter deutlich leiser und die Tastatur wird nicht so heiß. (hag)