Wikileaks: "US-Hardliner verantwortlich für Finanzblockade"
Laut Wikileaks hat die "Finanzblockade" gegen die eigene Organisation nach einem Gespräch zwischen US-Politikern und Mastercard begonnen. Vor allem Senator Lieberman habe sich dabei besonders hervor getan.
Wikileaks hat anlässlich einer Pressekonferenz in Brüssel eine neue Stellungnahme zur "Finanzblockade" veröffentlicht. Demnach sollen der US-Senator Joseph Lieberman und der Kongressabgeordnete Peter T. King Gespräche mit Mastercard geführt haben, die die Blockade auslösten. Außerdem soll Senator Lieberman dafür verantwortlich sein, dass Amazon das Cloud-Hosting von Wikileaks im Jahre 2010 einstellte.
Wikileaks gab die Stellungnahme vor dem Hintergrund ab, dass die Europäische Monopolkommission heute ihre vorläufige Entscheidung über eine Beschwerde des Wikileaks-Hosters Datacell veröffentlicht hat. Nachdem sich Datacell in Island erfolgreich gegen die "Finanzblockade" beschwert hatte, aber weiterhin keinen Spendengateway einsetzen durfte, hatte sich die Firma an die Europäische Kommission gewandt.
Diese befand nun nach Aussage eines EU-Sprechers, dass eine weitere Untersuchung der Beschwerde von Datacell derzeit keine Aussicht auf einen Erfolg habe. Datacell sei aufgefordert, weitere Dokumente zur behaupteten Finanzblockade vorzulegen, ehe eine endgültig entschieden werden könne. Gegenüber der schweizerischen SF Online erklärte Datacell-Chef Andreas Fink, er habe wenig Hoffnung auf einen positiven Ausgang des Verfahrens vor der EU. (mho)