Google-Aktie rutscht unter 500 US-Dollar

Erstmals seit sechseinhalb Monaten notierte das Papier des Suchmaschinendienstleisters unter der Marke von 500 US-Dollar.

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Die Aktie des Suchmaschinen-Primus Google hat gestern erstmals seit sechseinhalb Monaten die 500-Dollar-Grenze unterschritten. Sie schloss mit 495,43 US-Dollar an der New Yorker Börse um 20,47 US-Dollar niedriger als am vorigen Handelstag. Vergangenes Jahr hatte das Papier für einen Höhenrausch gesorgt, von der Jahresmitte bis Ende Oktober 2007 war sie um über ein Drittel geklettert und hatte die 700-Dollar-Marke genommen. Im November notierte sie bei einem Höchststand von 747 US-Dollar. Zu der Zeit hatte sich der Wert der Aktie seit dem Börsenstart 2004 mehr als verachtfacht.

Angesichts solcher Kurse, in die hohe Erwartungen an die künftige Leistungsfähigkeit "eingepreist" sind, regten sich unter anderem Anfang Dezember 2007 anlässlich des Engagements des Konzern auf dem Mobilfunkmarkt die Kritiker, die Google vor Übermut warnten. Der Konzern könne sich zu einem "Gemischtwarenladen" entwickeln und sich damit übernehmen. Dazu kommen Befürchtungen, angesichts der schwächelnden US-Wirtschaft werde das Geschäft mit Online-Werbung nicht so wie bisher weiterwachsen.

Die Google-Aktie litt ebenso wie die Aktien anderer Unternehmen unter dem Börsen-Crash im Januar und rutschte unter 550 US-Dollar. Ende des Monats folgte ein weiterer Börsendämpfer auf 516 US-Dollar, als der Konzern mit seinen Quartalszahlen die Analystenerwartungen nicht erfüllen konnte. Das Unternehmen ist für viele noch zu sehr von seinem Geschäft mit Suchergebnis-Anzeigen abhängig. Und schließlich sorgen auch die tags darauf bekannt gewordenen Gelüste Microsofts, Yahoo übernehmen zu wollen, für Unruhe unter den Anlegern. (anw)