Embedded World: CPU-Streifen

Auf kleinen CPU-Modulen vereint Digi alle komplexen Schaltungsteile, die ein netzwerkfähiges Gerät benötigt.

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Von
  • Benjamin Benz

Dank des Standard-DIP-48-Sockels kann man mit dem ConnectCore7U auch ohne SMD-Lötarbeiten eine leistungsfähige CPU einsetzen. [Klicken für vergrößerte Ansicht]

Die leistungstarken Module mir ARM9-Kern brauchen aufwendigere Steckverbinder als ihre kleineren Geschwister. [Klicken für vergrößerte Ansicht]

Eine ganze Reihe von neuen CPU-Modulen hat Digi International auf der Embedded World vorgestellt. Die Module der ConnectCore-Familie vereinen auf einer Platine Prozessor, Speicher und Flash und sollen die Entwicklung von Netzwerkschaltungen vereinfachen. Die jetzt vorgestellten Module runden das bereits existierende Portfolio ab.

Das ConnectCore 7U nutzt einen Prozessor von NetSilicon (NS7520, ARM7-Kern), arbeitet mit 55 MHz und gebietet über 16 MByte RAM sowie 8 MByte Flash. Da es in einen DIP-Sockel mit 48 Pins passt und einen Fast-Ethernet-MAC und -PHY bereits integriert, kann man ohne SMD-Lötkünste eine eigene Platine damit bauen.

Die beiden neuen ConnectCore9P-Module (9P 9360 und 9P 9750) nutzen einen ARM9-Prozessor (NS930 oder NS9750 mit ARM926EJ-S-Kern), der mit 177 bis 200 MHz getaktet ist. Sie besitzen jeweils bis zu 128 MByte Flash-Speicher und RAM sowie 73 freie I/O-Leitungen. In puncto USB agieren sie als Host oder Device mit maximal 12 MBit/s.

Das neue Flaggschiff der Familie ist das ConnectCore XP mit einem XScale-Prozessor PXA270. Mit 520 MHz Systemtakt, 64 MByte RAM und 32 MByte Flash unterstĂĽtzt das Modul sowohl Linux als auch Windows CE. Es besitzt Schnittstellen fĂĽr Fast-Ethernet, USB (Host und Device), Bluetooth, Sound (AC'97) sowie Speichererweiterungen. Preise fĂĽr diese Module stehen noch nicht fest, sie sollen allerdings ab sofort verfĂĽgbar sein.

Ein 530-MHz-XScale-Prozessor verleiht dem neuen ConnectCore-Flaggschiff ordentlich Rechenleistung. [Klicken für vergrößerte Ansicht]

Um das ganze Know-how rund um die Module, die dazugehörigen Basisplatinen und die Entwicklungsplattform zu erwerben, hat Digi kürzlich die deutsche Firma FS Forth-Systeme aufgekauft. Mit der ebenfalls zugekauften Firma Rabbit Semiconductor hat Digi des Weiteren eine 8-Bit-Prozessorfamilie ins Portfolio aufgenommen. (bbe)