Sicheres Linux Openwall in Version 2.0 erschienen [Update]
Openwall bringt besondere Erweiterungen für eine höhere Systemsicherheit mit -- insbesondere für den Einsatz als Server.
Der Entwickler mit dem Pseudonym Solar Designer hat eine neue Version 2.0 der besonders sicheren Linux-Distribution Openwall (GNU/*/Linux) angekündigt. Die kurz Owl genannte Linux-Version beruht auf dem Kernel 2.4.32-ow1 und der glibc 2.3.6 mit besonderen Erweiterungen für eine höhere Systemsicherheit -- insbesondere für den Einsatz als Server. Owl war eine der ersten Linux-Versionen auf deren Stack sich kein Code ausführen lässt, was die Auswirkung von Buffer Overflows minimiert.
In der neuen Release sind die rund 100 enthaltenen Pakete auf einen aktuelleren Stand gebracht worden. Da die Entwickler weniger Wert auf Aktualität als auf Stabilität legen, fanden allerdings nicht die letzten verfügbaren Versionen Eingang. So ist etwa der Portscanner nmap immer noch in Version 3.95 vertreten, da der Feature Freeze im Januar kurz vor der Fertigstellung von 4.01 statt fand. Nach Angaben von Solar Designer wird nmap in einer gepatchen Variante für höhere Sicherheit ausgeliefert. Eine neue Version hätte daher weitere Tests nach sich gezogen.
In Owl 2.0 ist unter anderem ist auch der bekannte Passwort-Knacker John the Ripper in Version 1.7 enthalten. Im Vergleich zum Owl-Release 1.1 hat sich die Installationsprozedur verbessert. Offiziell wird Version 1.1 nicht mehr unterstĂĽtzt, weshalb bisherige Anwender ein Upgrade in Betracht ziehen sollten.
Siehe dazu auch: (dab)
- Changelog von Owl 2.0 des Openwall Projekts