DVD-Markt wächst deutlich langsamer
103,3 Millionen bespielte DVDs wurden vergangenes Jahr in Deutschland verkauft. Die Wachstumsrate bleibt hinter der früherer Jahre zurück.
Das stürmische Wachstum auf dem Markt für DVDs flaut nach zehn Jahren etwas ab. Mit 103,3 Millionen bespielten DVDs erreichten die digitalen Bildträger im vergangenen Jahr zwar abermals einen Rekordabsatz in Deutschland. Die Zuwachsrate von 2,6 Prozent blieb aber hinter früheren Jahren zurück. Das geht aus den heute in Hamburg veröffentlichten Branchendaten des Bundesverbandes audiovisuelle Medien (BVV) hervor.
Zusätzlich haben die deutschen Filmfreunde bereits 0,5 Millionen hochauflösende Scheiben der DVD-Nachfolger Blu-ray Disc und HD-DVD gekauft, obwohl die Abspielgeräte noch relativ teuer sind und im vergangenen Jahr noch nicht endgültig klar war, welcher technische Standard sich durchsetzt. Der Verkauf von VHS-Videokassetten ist dagegen weitgehend ausgelaufen.
Insgesamt stieg der Umsatz aus den verschiedenen digitalen und analogen Bildtonträgern um 1,8 Prozent auf 1,33 Milliarden Euro. Dazu kommen noch 274 Millionen Euro Verleihumsatz der Videotheken in Deutschland, sodass die sogenannte Home-Entertainment-Branche 1,61 Milliarden Euro Umsatz erreicht. Damit übertreffe der Umsatz der Videobranche die Einspielergebnisse der Kinos (768 Millionen Euro) um mehr als das Doppelte. Rund 70 Prozent der verkauften DVDs sind Spielfilme, der Rest teilt sich auf in Musikvideos, Kinderfilme und Spezialprodukte.
Die erfolgreichsten DVD-Veröffentlichungen im Jahr 2007 waren Harry Potter und der Orden des Phönix, Casino Royale und die Komödie Nachts im Museum. (dpa) / (anw)