Halbleiter-Institut und Fachhochschule Wildau kooperieren
Das Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) und die Fachhochschule wollen unter anderem in Physik und Mikroelektronik sowie in der Biosensorik gemeinsam forschen und Patente entwickeln.
Das Institut für innovative Mikroelektronik (IHP) Frankfurt (Oder) und die Technische Fachhochschule Wildau wollen bei Forschung und Lehre künftig enger kooperieren. Kernstück der Zusammenarbeit soll ein gemeinsames Forschungszentrum werden, wie IHP-Geschäftsführer Wolfgang Mehr am Montag in Frankfurt (Oder) ankündigte. Geplant ist unter anderem, dass Wildauer Studenten Praktika im Frankfurter IHP absolvieren.
Wolfgang Mehr zufolge werden für Studenten der Fachrichtung physikalische Technik zudem künftig zwei Mal jährlich aus Vorlesungen und selbstständiger wissenschaftlicher Arbeit bestehende Kurse angeboten. Zugleich halten Frankfurter Forscher in Wildau Lehrveranstaltungen. Eine ähnliche Kooperation bestehe bereits mit der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus (BTU). Von dieser Zusammenarbeit profitierten beide Seiten unter anderem durch die gemeinsame Nutzung von Forschungskapazitäten, sagte Mehr.
Nach den Worten des Präsidenten der Wildauer Fachhochschule, Laszlo Ungvari, wollen beide Einrichtungen künftig auf dem Gebiet der Biosensorik gemeinsam forschen. Kooperiert werde schon jetzt in den Bereichen Physik und Mikroelektronik. Angestrebt seien auch gemeinsame Patententwicklungen.
Vor allem kleinere Brandenburger Unternehmen ohne eigene Entwicklungsabteilung benötigten die Unterstützung wissenschaftlicher Einrichtungen, sagte Sigurd Schrader, Leiter des neuen Forschungszentrums. Nach seinen Worten wird eines der ersten gemeinsamen Forschungsprojekte von IHP und Fachhochschule die Entwicklung robuster und preiswerter Sensoren für die Luftfahrt sein. (dpa) / (jk)