CEAG stößt Handy-Sparte ab
Der Netz- und Ladegerätehersteller CEAG verkauft seinen umsatzstärksten Geschäftsbereich an eine Tochterfirma der in Singapur ansässigen Flextronic International. Der Kaufpreis soll bei 57,5 Millionen Euro liegen.
Der Netz- und Ladegerätehersteller CEAG trennt sich von seinem umsatzstärksten Geschäftsbereich als Handy-Zulieferer. Die Sparte werde vorbehaltlich einer Zustimmung der Kartellbehörden an eine Tochterfirma der in Singapur ansässigen Flextronic International Ltd. verkauft, teilte die CEAG AG am heutigen Freitag im westfälischen Ostbevern mit. Der Kaufpreis soll bei 57,5 Millionen Euro liegen.
Grund für den Verkauf sei die Verschärfung der Wettbewerbssituation im Zuliefermarkt für Mobiltelefonhersteller durch neue Anbieter, hieß es weiter. Der Preisdruck habe dadurch stark zugenommen. Das Unternehmen wolle sich künftig auf die Produktion von Netz- und Ladegeräten für Werkzeuge, Haushalts- und medizinische Geräte konzentrieren.
Das Unternehmen hatte sich früher als weltgrößter Hersteller von Handy-Ladegeräten bezeichnet. Im Jahr 2006 setzte CEAG 282,9 Millionen Ladegeräte für den Mobilfunkmarkt ab. Den Marktanteil im Mobilfunkbereich bezifferte das Unternehmen damals mit 28 Prozent. Produziert wurde in drei Werken in China. (pmz)