Schweizer Kryptospezialist übernimmt Hamburger timeproof GmbH

Die e.siqia Group AG will mit der Übernahme ihre Position in den drei Schlüsselbereichen Authentizität, Identität und Integrität im elektronischen Geschäftsverkehr stärken. Zu den Kunden von timeproof gehören unter anderem Airbus und UBS.

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  • Richard Sietmann

Die e.siqia Group AG mit Hauptsitz im Schweizerischen Baden wird die timeproof Time Signature Systems GmbH Hamburg vollständig übernehmen. Der Abschluss des Vertrages und die bereits erfolgte Kaufpreisanzahlung wurden am heutigen Freitag bekannt gegeben. Die timeproof GmbH ist auf Hard- und Softwaresysteme zum Erstellen elektronischer Signaturen spezialisiert und ein führender Anbieter im Bereich gesetzliche Zeitangaben und Zeitsignaturen.

Mit der Übernahme will die europaweit agierende e.siqia ihr Produkt- und Dienstleistungsportfolio insbesondere um die Signatur- und Zeitstempel-Serversysteme der timeproof GmbH erweitern und wird damit über ein vollständiges Lösungsangebot im Bereich digitaler Signaturen für Arbeitsplatzanwendungen sowie als Betreibermodell und Serverlösung verfügen. Durch den Erwerb wird das Unternehmen Zugriff auf Patente der timeproof GmbH für Zeitstempel in der Europäischen Union, in den USA sowie in der Russischen Förderation erhalten.

Die Lösungen des hanseatischen Technologieunternehmens kommen Unternehmensangaben zufolge unter anderem bei Airbus (EADS), bei der UBS Schweiz zur Synchronisation von Transaktionen im Wertpapierhandel sowie in einer Reihe von Trust Centern wie dem Telekom Trust Center und AuthentiDate Trust Center zum Einsatz. Zur Integration von Signatur- und Zeitstempeldiensten in kundenspezifische Lösungen stellt die timeproof GmbH auch eine frei verfügbare Programmierschnittstelle zur Verfügung.

e.siqia vermarktet unter anderem das am Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie (SIT) entwickelte System ArchiSoft, das zur Revisionssicherheit digitaler Archive beiträgt, indem es durch periodische Archiv-Zeitstempel elektronisch signierte Dokumente vor dem sogenannten 'kryptografischen Verblassen' – im Zuge der kryptografischen Entwicklung schwächer werdenden Hash- und Public-Key-Algorithmen – bewahrt. (Richard Sietmann) / (pmz)